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FUSSBALL: Kirjakow gegen TeBe: Entscheidung im März

Im Rechtsstreit zwischen Fußball-Profi Sergej Kirjakow und Regionalligist Tennis Borussia Berlin wird das Berliner Arbeitsgericht frühestens in der kommenden Woche ein Urteil bekannt geben.

Im Rechtsstreit zwischen Fußball-Profi Sergej Kirjakow und Regionalligist Tennis Borussia Berlin wird das Berliner Arbeitsgericht frühestens in der kommenden Woche ein Urteil bekannt geben. Als spätesten Termin dafür kündigte die zuständige Richterin nach der Verhandlung am Freitag das Monatsende an.

Kirjakow fordert 150 000 Mark

Kirjakow hatte auf die Zahlung seines Gehaltes für den Zeitraum von Juli 2000 bis Februar 2001 und die Bezüge aus einem Vertrag über die Werberechte geklagt. Aus letzterem stehen dem Russen nach seiner Auffassung 150 000 Mark zu, beim Gehalt dürfte es möglicherweise um bis zu eine Million Mark gehen.

Tennis Borussia hatte dem Stürmer, der seit diesem Monat für einen Verein in China spielt (stern.de berichtete), nach dem Lizenzentzug und dem damit verbundenen Zwangsabstieg aus der 2. Bundesliga gekündigt. Der Vertrag habe keine Gültigkeit für die Regionalliga, argumentierte der Rechtsanwalt von TeBe vor Gericht. Kirjakows Vertreter will dagegen erreichen, dass nicht nur die vor einem Jahr gegründete Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), sondern auch der Verein haftbar gemacht wird. Die KGaA habe mittlerweile nur noch Mieteinnahmen von monatlich 13 500 Mark zu verzeichnen und sei durch die Ansprüche in ihrer Existenz gefährdet, meinte dagegen der TeBe-Anwalt.

Vergleich von TeBe widerrufen

Beide Parteien hatten sich ursprünglich auf einen Vergleich geeinigt, der die Zahlung von 430 000 Mark an Kirjakow vorgesehen hatte. Diesen Vergleich hatte TeBe jedoch widerrufen. Der Angreifer sollte ursprünglich persönlich zur Verhandlung erscheinen, musste dies wegen seines Engagements in China jedoch nicht tun. In einem ähnlichen Fall hatte das Arbeitsgericht eine Klage des früheren Trainers Winfried Schäfer abgewiesen.

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