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Wegen Grippe-Gefahr Fürth-Fußballer haben Knutschverbot

Küssen verboten! Die Fußballer der Spielvereinigung Greuther Fürth müssen vorerst Abstand von ihren Freundinnen nehmen - auf Anweisung des Trainers. Denn in Deutschland geht die Grippe um.

Mit einer Grippe sind nicht nur Profisportler unbrauchbar. Bei der Spielvereinigung Greuther Fürth ist deshalb jetzt Knutschverbot angesagt: Wie "Bild" berichtet, verbietet Trainer Frank Kramer seinen Spielern allzu engen Kontakt zu deren Partnern.

"Wenn der Partner angeschlagen ist, dann tut es mal ein distanziertes und freundliches Hallo", zitiert "Bild" Kramer, der mit guten Beispiel voran gehen will: "Meine Frau ist auch krank, da muss halt mal einen Meter mehr von ihr wegbleiben."

Übertragen wird das Influenza-Virus durch Tröpfchen-Infektion von Mensch zu Mensch übertragen, also beim Küssen, Niesen, Husten oder Sprechen.

Grippe legt Deutschland flach

Die Grippe breitet sich in Deutschland weiter aus: Allein in der vergangenen Woche bis zum 13. Februar wurden dem Robert Koch-Institut mehr als 6200 neue Fälle bundesweit gemeldet. Seit Beginn der diesjährigen Influenza-Saison sind das insgesamt über 18.000 Fälle bundesweit. "Stark erhöhte Influenza-Aktivität", meldet die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts in Berlin für alle Teile Deutschlands. Weiterhin ist die Südhälfte aber noch stärker betroffen als der Norden von Deutschland.

Infektionsforscher rechnen in dieser Saison bundesweit mit einer stärkeren Grippewelle als in den vergangenen Jahren. In den USA habe ein dort kursierendes Virus offensichtlich stärkere Symptome verursacht als bei früheren Epidemien, sagte Klaus Schughart vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. "In Deutschland steht der Gipfel noch bevor. Wir müssen aber mit einem ähnlichen Verlauf rechnen", sagte er. Obwohl der aktuelle Impfstoff nicht so effektiv ist wie erhofft, empfehlen die Forscher, sich impfen zu lassen.

jen mit DPA

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