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Hasebe "Weltklasse": Die Eintracht-Noten zum 0:0 gegen die Spurs

Son Heung-Min, Makoto Hasebe
Son Heung-Min, Makoto Hasebe
© Getty Images
Eintracht Frankfurt hat in der Champions League 0:0 gegen Tottenham Hotspur gespielt: Hasebe und Sow waren aus Eintracht-Sicht die besten Akteure.

Eintracht Frankfurt hat sich gegen die Tottenham Hotspur ein 0:0-Unentschieden erkämpft. In einem ausgeglichenen Spiel hatte Ansgar Knauff in der 50. Minute die beste Torchance. Letztlich ist die Punkteteilung aber verdient und sorgt dafür, dass in der Gruppe nach wie vor alles offen ist. Die Noten der Eintracht-Akteure.

1. Kevin Trapp

Der Eintracht-Keeper war im ersten Durchgang nicht gefordert, weil die Abschlüsse immer entweder links oder rechts an seinem Kasten vorbeisausten. Tatsächlich musste Trapp erst in der 81. Minute eingreifen, als ihm ein abgefälschter Kane-Schuss in die Arme flog. Trapp verletzte sich nach einem Zusammenprall mit Son leicht am Nacken, konnte aber die Partie zu Ende bringen.

Bewertung: 6/10

2. Tuta

Der Brasilianer zeigte zwar einige gute Klärungsaktionen, wackelte mitunter aber auch und leitete mit seinen Fehlern gegnerische Chancen ein. So beispielsweise in der 55. Minute, als er einen gefährlichen Son-Abschluss per Fehlpass verursachte. Im Verlaufe der zweiten Halbzeit kämpfte sich Tuta aber besser ins Spiel und hatte seinen Anteil daran, dass hinten die Null stand.

Bewertung: 6/10

3. Makoto Hasebe

Hasebe absolvierte eine unfassbare Partie! Der 38-Jährige zeigte sich als absoluter Abwehrchef und rettete unzählige Top-Chancen mit seinem guten Stellungsspiel, aber mitunter auch mit ungeahnten athletischen Fähigkeiten. Bezeichnend war die Szene, als er nach Perisic-Hereingabe drei Meter vor dem Tor das Kopfballduell gegen Kane und Son gewann. Auch im Aufbauspiel machte der Japaner einen absolut verlässlichen Job verlieh der Eintracht Struktur. Macht der Routinier so weiter, wird er mit 45 zum Weltfußballer.

Trainer Oliver Glasner adelte den Japaner im Anschluss: "Es war eine Weltklasse-Leistung. Wie er Harry Kane bearbeitet hat, das war großartig."

Bewertung: 10/10

4. Evan N'Dicka

Der Verteidiger präsentierte sich wie gewohnt robust in den Zweikämpfen und gewann auch die Mehrzahl dieser. Lediglich in den Drangpahsen der Spurs kam auch der Franzose nicht immer ganz hinterher. Bockstark war dafür seine Rettungsaktion gegen Kane in der 52. Minute. In Summe ein starker Auftritt des Innenverteidigers.

Bewertung: 8/10

5. Kristijn Jakic

Der Kroate zeigte sich im Passspiel mitunter ungenau, wodurch auf der rechten Seite einige Bälle verloren gingen. Auch seinen Flanken fehlte es meist an Präzision. Zwar zeigte er sich überaus kampfstark, hatte mit Perisic hier und da aber auch seine liebe Mühe. Immerhin konnte er kurz vor der Pause eine große Schusschance seines Landsmannes abfälschen. Spielte nach der Rode-Auswechslung im Mittelfeld und wirkte dort griffiger.

Bewertung: 4/10

6. Sebastian Rode

Der Kapitän hatte in der 19. Minute die erste Abschluss-Chance für die Eintracht, jedoch wurde sein Schuss abgefälscht. Ansonsten glänzte der Mittelfeldspieler als Dauerläufer und warf sich in jeden Zweikampf, worunter sich mitunter auch eigene Chancen ergaben. Da sei es ihm auch verziehen, dass er sich den ein oder anderen Fehlpass zu viel erlaubte.

Bewertung: 7/10

7. Djibril Sow

Der Schweizer absolvierte im Mittelfeld eine ganz starke Partie. Sowohl sein Passspiel, als auch seine Präsenz in den Zweikämpfen erwiesen sich als enorm wichtig für die Eintracht. Technisch überragend war sein Chip-Pass, mit dem er die Großchance von Knauff vorbereitete. Gegen Ende baute er ein klein wenig ab, in Summe dennoch eine richtig gute Leistung.

Bewertung: 9/10

8. Ansagar Knauff

Der Youngster begann als linker Schienenspieler, gehörte aber zu den Aktivposten im Spiel. Stark war sein Dribbling, mit dem er die Rode-Chance in der 19. Minute einleitete. Selbst tauchte der Flügelspieler in der 50. Minute erstmals gefährlich vor dem Tor auf, schloss nach Sow-Traumpass jedoch ein wenig zu überhastet ab. 30 Minuten später sprang im ein Ball erneut vor die Füße, jedoch wurde sein gefährlicher Schlenzschuss per angelegtem Arm abgefälscht.

Bewertung: 7/10

9. Jesper Lindström

Der Däne bereitete die Rode-Chance in der 19. Minute stark vor, konnte im Anschluss spielerisch aber nur noch selten glänzen. Immerhin warf er sich in jeden Zweikampf und zog einige Freistöße, wenngleich er auch selbst immer wieder austeilte. Die letzte Gefährlichkeit fehlte dem Offensivspieler jedoch in Summe.

Bewertung: 4/10

10. Daichi Kamada

Kamada fand nur schleppend in die Partie und verlor einige Bälle, was immer wieder zu Kontern führte. In der zweiten Halbzeit kam der Japaner jedoch auf Anhieb häufiger zu gefährlichen Situationen, selbst wenn seine Abschlüsse in der 50. und 59. Minute jeweils abgefälscht wurden. Zehn Minuten vor dem Ende fand er sich erneut in einer guten Abschlussposition wieder, schlenzte den Ball aber über das Tor. Der Japaner kann deutlich mehr.

Bewertung: 4/10

11. Randal Kolo Muani

Der zuletzt so starke Angreifer zahlte zunächst mächtig Lehrgeld und konnte gegen den englischen Top-Klub nichts ausrichten. Der Franzose verlor viele Bälle und zeigte wenig Durchsetzungsvermögen. In der gesamten ersten Halbzeit konnte er lediglich einen Pass zum Mitspieler bringen. Nachdem er auch in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs keine Gefahr ausstrahlen konnte, wurde er in der 57. Minute ausgewechselt. Immerhin: An der Einstellung hat es bei ihm nicht gefehlt.

Bewertung: 3/10

12. Rafael Borré (ab 57.)

Der Joker kam kurz nach seiner Einwechslung zu seiner ersten Chance, schoss jedoch 15 Meter vor dem Tor unbedrängt über den Querbalken. Im Anschluss trat Borré nicht mehr großartig in Erscheinung.

Bewertung: 4/10

13. Luca Pellegrini (ab 71.)

Der Italiener fand auf Anhieb gut in die Partie und präsentierte sich zweikampfstark und passsicher. Die ganz entscheidenden Aktionen konnte er letztlich aber auch nicht verbuchen.

Bewertung: 7/10

14. Junior Dina Ebimbe (ab 87.)

Der Youngster kam kurz vor Schluss und fügte sich eifrig ein. Wahnsinnig viel konnte er aber nicht mehr bewegen.

Ohne Bewertung

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Hasebe "Weltklasse": Die Eintracht-Noten zum 0:0 gegen die Spurs veröffentlicht.

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