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Der einsamste Fußballfan der Welt: Stell Dir vor, es ist Pokalsieg und keiner feiert mit

Wenn dein Verein zum ersten Mal seit 114 Jahren den Pokal gewinnt, ist das schon Mal ein Grund zum Feiern. Dieser Fan hat sich dafür jedoch nicht wirklich die beste Kneipe ausgesucht. 

Der einsamste Fußball-Fan der Welt feiert den Pokalsieg von Hibernian Edinburgh auch alleine

Der einsamste Fußball-Fan der Welt feiert den Pokalsieg von Hibernian Edinburgh auch alleine

Von allen Orten auf der Welt, um den historischen Erfolg seines Herzensklubs zu feiern, hat sich dieser Fußball-Fan eine Kneipe in Zürich ausgesucht, in der sich die Begeisterung für den Sport eher in Grenzen hält. Zwar läuft das schottische Pokalfinale zwischen dem Zweitligisten Hibernian Edinburgh und den gerade wieder ins Oberhaus aufgesteigenen Glasgow Rangers auf einer Leinwand - wirklich zu interessieren, scheint sich aber niemand für die Partie. Außer natürlich der mitfiebernde Fan, der von seinem Kumpel gefilmt wird, wie er dem Abpfiff entgegen zittert. 

Es läuft bereits die Nachspielzeit. David Gray hat gerade das Tor zum 3:2 für die Hibs geschossen. Der erste Pokalgewinn seit schier endlosen 114 Jahren scheint in greifbarer Nähe. Der Schiedsrichter muss jetzt nur noch abpfeifen. Jede Sekunde wird es soweit sein. Der sichtlich angespannte Hibs-Fan geht in sich, wird ganz still und hofft auf den entscheidenden Pfiff. Dann bricht es aus ihm heraus, er springt, schreit, weint - alles zeitgleich und sehr zur Überraschung der anderen Kneipengäste. Die machen nicht gerade den Eindruck, sich der Tragweite dieses Sportereignisses für den jungen Mann bewusst zu sein. Aber wie genau das aussieht, schauen Sie sich am besten selbst an:


Fans von Hibernian Edinburgh stürmten Feld

Für den Verein aus Edinburgh war es übrigens der insgesamt dritte Cupsieg - wenngleich nach sehr, sehr langer Durststrecke. Im Glasgower Hampden Park durften die in den vergangenen Jahren bis in die Viertklassigkeit abgestürzten Rangers lange Zeit von ihrem ersten Cupsieg seit 2009 träumen. Nach dem frühen Rückstand durch Anthony Stokes (3.) drehten Kenny Miller (27.) und Andy Halliday (64.) das Spiel, doch erneut Stokes (80.) schaffte für Hibernian den Ausgleich.

Der einsame Fan hatte derweil vielleicht nicht unbedingt nur Pech, eben nicht im Hampden Park mit dabei gewesen zu sein. Nach Abpfiff stürmten dort zwar die Anhänger der Hibs den Rasen, um zu feiern. Als auch die Heimfans das Feld stürmten, wurde es dann aber ungemütlich. Es kam zu Ausschreitungen zwischen den Fans. Englischen Medien zufolge wurden auch sechs Glasgow-Spieler und deren Co-Trainer attackiert. Eine Hundertschaft der Polizei musste die Ordnung wiederherstellen und das Spielfeld räumen. Dann vielleicht doch lieber ein bisschen Desinteresse in Zürich.

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