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Fiktive Webseite: "Uns Intranet": Die wirklich wahren Interna des HSV

Wer die Abstiegssorgen hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Schon seit Wochen blamiert sich der Hamburger SV nach Kräften - und jetzt plaudert ein "Intranet" auch noch fiktive Interna aus.

"Freunde der Sonne": Im fiktiven Intranet des HSV dominiert die klare Ansprache

"Freunde der Sonne": Im fiktiven Intranet des HSV dominiert die klare Ansprache

Es sind Durchhalteparolen, wie man sie aus den Interviews nach Spielschluss kennt: "Samstag gegen Augsburg müssen wir gewinnen!", verkündet Dietmar Beiersdorfer. "Und ich wiederhole mich gerne: Wir sollten dabei nach Möglichkeit auch gerne noch ein Tor schießen!" Moment, den feinen Sarkasmus kennt man vom HSV-Boss doch gar nicht! Auch das Pseudonym "KingDidi" will nicht so recht zu seinem sonst eher leisen Ton passen. Aber bei "Uns Intranet", dem "neuen Intranet" des HSV, handelt es sich schließlich auch um eine Satire-Seite: Mit beißendem Spott übergießen die Macher der Seite das öffentliche Bild, das der Bundesliga-Traditionsverein seit längerer Zeit abgibt.

"Funktionen auf Champions-League-Niveau"

"Uns Intranet ist ein geschützter Bereich, der nur für angemeldete, authorisierte Nutzer zugänglich ist", heißt es in der Beschreibung, und natürlich ist das Gegenteil der Fall, was schon der Zusatz verrät: "Die Funktionen werden nach-und-nach auf Champions League Niveau angehoben." Also kommunizieren das Management, Ikonen des HSV, frühere und zukünftige Trainer sowie Freunde und Förderer des Vereins in einem fiktiven Echtzeit-Stream miteinander.

Natürlich meldet sich HSV-Legende Uwe Seeler als "UnsUwe" mit dem Satz zu Wort, den er in den letzten Jahren anlässlich der sportlichen Talfahrt seines Heimatvereins so oft in Mikrofone und Kameras wiederholen musste, dass er in Hamburg bereits zum geflügelten Ausspruch geworden ist: "Ich mache mir große Sorgen um den HSV!" Währenddessen schickt Felix Magath alias "Quälix" hämische Grußworte aus der Arbeitslosigkeit: "LOL – 1:0 für Werder!" Kein Wunder, war Magath doch bei den zahlreichen Trainerwechseln der letzten Zeit immer wieder als HSV-Retter im Gespräch, bis sich die Verantwortlichen am Ende doch jedes Mal für eine andere Lösung entschieden.

Zinnbauer grüßt aus dem Exil

Zuletzt den Schleudersitz übernommen hat Bruno Labbadia, der im "Uns Intranet" natürlich auch fleißig mitdiskutiert - als "SchoenerBruno". Die Konkurrenz hört dabei stets mit, zuletzt ist ein gewisser "Kloppo" der Gruppe beigetreten. Währenddessen meldet sich Ex-Trainer "Joe" Zinnbauer aus dem Exil: "Grüße aus dem Urlaub in Spanien, Ihr Vollpfosten!" Thomas Tuchel ("TT") hat die Konversation nach seiner Einigung mit Borussia Dortmund übrigens verlassen ...

tim

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