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International Barcelona meistert die Hürde beim FC Sevilla


Nach 25 Minuten und einem schönen Tor von Lionel Messi führte der FC Barcelona mit 2:0 beim FC Sevilla, dann schalteten die Katalanen einen Gang zurück und mussten am Ende mehr arbeiten als ihnen lieb war.

Der FC Barcelona hat am 28. Spieltag der spanischen Primera Division mit 2:0 beim FC Sevilla gewonnen und den Rückstand auf Real Madrid vorerst auf sieben Punkte verkürzt. Die Königlichen spielen erst am Sonntag daheim gegen FC Malaga. Die Tore für Barca erzielten Xavi (18.) per direkt verwandeltem Freistoß und Lionel Messi (25.).

Vor der Partie hatte Sevillas Trainer Rámon Sánchez Pizjuán noch gehofft, dass Barcelona angesichts des großen Rückstands auf Real Madrid sich womöglich für die Champions League-Duelle mit dem AC Mailand schonen würde und für seine Mannschaft daher eine Überraschung möglich sein könnte. Die Punkte könnten die Andalusier dringend gebrauchen, denn Sevilla dümpelt im Mittelfeld der Liga umher und hofft noch auf einen Platz im internationalen Geschäft.

Guardiola beordert seine Stars in die Anfangself 

Barcas Trainer Pep Guardiola wollte von Schonung aber offenbar nichts wissen. Er beorderte mit Lionel Messi, Xavi, Cesc Fabregas und Andres Iniesta all seine Stars in die Startelf, in der Abwehr agierte Gerard Piqué für Carles Puyol. Auf Seiten der Andalusier saß Piotr Trochowski zunächst auf der Bank, Ivan Rakitic lief von Beginn an auf.

Frühe Führung bringt Barcelona keine Ruhe 

Die Anfangsphase bot das gewohnte Bild, Barcelona war um Ball- und Spielkontrolle bemüht und hatte durch Messi (7.) und Pedro (11.) auch gleich die ersten Gelegenheiten. Als Xavi in der 18. Minute einen Freistoß direkt zum 0:1 verwandelte, schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen.

Erst recht, als wenig später das 0:2 fiel. In typischer Barca-Manier spielten Messi und Iniesta per Doppelpass die Abwehr schwindelig, Messi tunnelte im Sechzehner seinen Gegenspieler und lupfte den Ball schließlich über Andres Palop hinweg in die Maschen – ein wunderschönes Tor!

Piqué im  Tiefschlaf

Im Gefühl des sicheren Sieges nahm Barcelona das Tempo aus der Partie und lullte sich selbst ein wenig ein. Bestes Beispiel war die 33. Minute als Piqué einen kompletten Aussetzer hatte und bei einer Flanke aus unerfindlichen Gründen nicht zum Ball ging und auf seinen Keeper Victor Valdes vertraute. Der kam aber auch nicht aus seinem Kasten und so bedankte sich Manu del Moral, der unbedrängt köpfen durfte. Der Ball klatsche jedoch an die Latte, da hatte Barcelona viel Glück.

Die Hausherren waren nun aber endgültig aufgewacht und überzeugten mit viel Einsatz und Offensivgeist. Frederic Kanouté verpasste aber mit einem Drehschuss den Ausgleich (38.) und wenig später war Valdes zur Stelle und wehrte gerade noch ab, als sein Mitspieler Adriano in einen Steilpass gegrätscht war. Barcelona hatte zwar auch noch Chancen wie durch Cesc Fabregas nach Messi-Zuspiel kurz vor der Pause, die Kontrolle über die Partie hatten die Katalanen aber längst verloren.

Sevilla engagiert, aber zu ungefährlich

Das blieb auch nach dem Wechsel so, als Sevilla weiter mutig in der Offensive sein Glück suchte. Die Andalusier ließen dabei jedoch die letzte Konsequenz vermissen – wie zum Beispiel Del Moral, der nach einer guten Stunde am langen Pfosten aus kurzer Distanz den Ball am Tor vorbei spitzelte. In der Zwischenzeit war Trochowski für Rakitic in die Partie gekommen, die Wende konnte der ehemalige Hamburger aber auch nicht mehr erzwingen.

Sevilla hätte sich nach einem engagierten Auftritt zumindest einen Treffer redlich verdient, doch die Hausherren waren einfach zu schwach im Abschluss. Barcelona schien die Partie frühzeitig schon entschieden zu haben, am Ende war für die Verteidigung des Vorsprungs mehr Einsatz nötig, als es sich die Mannen von Pep Guardiola gewünscht hätten.

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