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International Der FC Chelsea schlägt Manchester City


14 Spiele hatte Manchester City in der Liga nicht verloren und damit einen Vereinsrekord aufgestellt. Vor dem Duell mit dem FC Chelsea beschlich Coach Roberto Mancini allerdings eine böse Vorahnung und der Italiener sollte sich nicht irren. Die Blues gewannen mit 2:1 und Frank Lampard ruinierte die Weiße Weste der Citizens.

Der FC Chelsea hat die Serie von Manchester City beendet und den Citizens beim 2:1-Sieg an der Stamford Bridge die erste Saisonniederlage in der Premier League beigebracht. Der eingewechselte Frank Lampard besorgte per verwandeltem Elfmeter die Entscheidung und bestätigte die böse Vorahnung von City-Coach Roberto Mancini.

Beim im Vorfeld als "Oil Firm Derby" bezeichneten Aufeinandertreffen zwischen dem FC Chelsea und Manchester City hatten beide Trainer natürlich die Qual der Wahl. Auch ohne Frank Lampard, David Luiz und Fernando Torres auf Seiten der Hausherren sowie Edin Dzeko und Samir Nasri bei den Gästen fand sich eine illustre Anzahl von Stars auf dem Feld der Stamford Bridge wieder.

Und während Chelsea-Coach André Villas-Boas auf ein 4-3-3 setzte, probierte es Roberto Mancini mit Mario Balotelli als einziger Spitze. Der italienische Trainer hatte im Vorfeld erklärt, dass seine Mannschaft sicherlich über kurz oder lang auch ein Match verlieren würde, allerdings hatte Chelsea die letzten beiden Ligaspiele gegen den FC Arsenal und den FC Liverpool verloren.

Frühes Tor für die Citizens

Und sein Team machte keine Anstalten, diese Bilanz entscheidend zu verbessern. Denn zwei Minuten waren gespielt, als Sergio Agüero durch das Mittelfeld spazierte und die hoch aufgerückte Viererkette der Gastgeber mit einem scharfen Pass düpierte. John Terry stand schlecht und Balotelli hatte wenig Mühe, Petr Cech zu umkurven und den Ball ins Tor zu schieben.

Zwar wirkten die Blues nicht unbedingt geschockt, hatten dem druckvollen Spiel der Citizens jedoch nicht viel entgegenzusetzen. Zudem durften sie sich bei Referee Mark Clattenburg bedanken, der ein Foul von Jose Bosingwa an David Silva nicht ahndete (14.). Ansonsten hätte es Elfmeter geben müssen. Doch den gab es nicht und so plötzlich, wie City die Führung übernommen hatte, so schnell war sie wieder dahin.

Daniel Sturridge hatte sich nach einem schönen Flankenwechsel auf der rechten Seite gegen Gaël Clichy durchgesetzt und der in der Mitte völlig vergessene Raul Meireles bedankte sich mit dem 1:1 (35.). City hatte zuvor bei strömendem Regen die Chance gehabt, die Führung auszubauen, nun sah man sich einem Gegner gegenüber, der deutlich aggressiver zu Werke ging. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Kabinen.

Kein frühes Tor der Blues

Die Blues schienen sich viel vorgenommen zu haben, zumindest wollten sie ein ähnlich schnelles Tor erzielen, wie der Gegner es in Durchgang eins gemacht hatte. Der Schuss von Daniel Sturridge, nach Freistoß von Juan Mata, war dafür aber nicht geeignet, obwohl er sein Ziel nur um Zentimeter verpasste.

Die sehr kulante Linie von Mark Clatternburg tat dem flotten Spiel in dieser Phase überhaupt nicht gut. Der Schiedsrichter ließ viele Aktionen ungestraft durchgehen und hatte auch bei einem Foul von Vincent Kompany die Augen geschlossen, als der City-Verteidiger Juan Mata von den Beinen holte. Dass er diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen wollte, bekam Clichy dann zu spüren.

Der Franzose unterband einen Angriff über Ramires mit vollem Körpereinsatz und per Ampelkarte sorgte er für mehr Platz auf dem Feld und Überzahl bei den Gastgebern. Zwar hatte die Weiße Weste der Citizens noch keine gröberen Flecken abbekommen, doch die Vorahnung von Mancini bekam zumindest frische Nahrung.

Chelsea ohne letzte Konsequenz

Und so nahm er Agüero vom Platz und probierte es mit Kolo Touré, der die Abwehrreihe mit frischer Kraft zementieren sollte. Die Frage nach der Gefahr stellte sich aber nicht unbedingt. Denn Chelsea war überlegen, die letzte Konsequenz hatte jedoch noch keinen Einzug ins Spiel der Blues gehalten. Große Chancen gab es in Überzahl noch nicht zu sehen.

Als dann auch David Silva vom Platz ging, und Nigel de Jong das Spielfeld betrat, war Manchesters Marschroute für die letzten 15 Minuten klar definiert. Und da Chelsea nicht viel einfiel, musste ein Elfmeter herhalten, den Joleon Lescott verschuldete. Der Verteidiger hatte seinen Arm beim Schuss von Sturridge nicht am Körper und so durfte der eingewechselte Frank Lampard zum 2:1 verwandeln.

So kam auch Edin Dzeko noch zu seinem Einsatz, aber es reichte nicht mehr. Für Manchester City war es die erste Saisonniederlage, die Blues verdrängten dank der drei Punkte die Spurs von Platz drei der Tabelle. Und Mancini hatte es schon vor dem Match geahnt.

Gunnar Beuth

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