HOME

International: Siena holt 1 -1 in Rom

Es bleibt dabei, die Roma kann nicht gewinnen. Aufsteiger Siena hatte sich nach dem Rückstand nach Kräften gewehrt, der Roma das Leben ziemlich schwer gemacht und wurde dafür kurz vor Schluss mit dem verdienten Ausgleichstreffer belohnt. Auf Roma-Trainer Luis Enrique kommt eine weitere unruhige Woche zu.

Die Roma wartet weiter auf den ersten Erfolg der Spielzeit. Aufsteiger Siena hatte den AS Rom beim 1:1 vor allem mit schnellen Kontern immer wieder in arge Bedrängnis bringen können und war in der zweiten Hälfte auch die bessere Mannschaft.

Doch Roma-Keeper Bogdan Lobont und Simon Kjaer mit einer starken Rettungstat auf der Linie hielten den durch Pablo Osvaldo Tors (25.) herausgeschossenen Vorsprung lange fest. Erst kurz vor Ende der Partie war das Abschlussglück den Gästen aus der Toskana doch noch hold. Roberto Vitiello (88.) gelang der hochverdiente Ausgleich, der für seinen Club gleichzeitig den ersten Saisontreffer darstellte.

Luis Enrique hatte die Roma im Vergleich zum 0:0 gegen Inter aufgrund auf mehreren Positionen seines 4-3-3 verändert. Anstelle des verletzten Maarten Stekelenburg durfte Lobont das Tor hüten, Jose Angel kehrte nach abgesessener Sperre in die Abwehr zurück und ersetzte Rodrigo Taddei. Simone Perrotta erhielt eine weitere Bewährungschance auf der rechten Abwehrseite, im Sturm erhielt Marco Borriello den Vorzug vor Fabio Borini neben Francesco Totti und Pablo Osvaldo.

Roma führt, Siena gefährlich

Roma bestimmte vor heimischem Publikum zunächst das Spiel, ohne es allerdings gefährlich in den Strafraum zu schaffen. Ein Freistoß von Totti und eine Einzelaktion von Osvaldo brachten nicht den gewünschten Erfolg. Siena stand hinten gut gestaffelt, lauerte auf Konter und überrumpelte die Roma nach einer Viertelstunde damit fast. Roberto Vitiello hatte den Angriff über rechts eingeleitet, in die Mitte zu Emanuele Calaio gepasst, doch Burdisso klärte zur Ecke. Kurz darauf konnte Lobont mit einem tollen Reflex einen Franco Brienza-Kopfball über die Latte lenken.

Nach dem knapp verhinderten Rückstand legte die Roma angetrieben von Totti einen Zahn zu und wurde für ihre erste richtige Chance mit der 1:0-Führung belohnt. Eine Flanke von Jose Angel hatte Boriello über links im Strafraum erreicht, der spielte von der Grundlinie quer auf den mitgelaufenen freistehenden Osvaldo, der am Fünfer nur noch den Fuß hinhalten musste (25.).

Siena steckte aber nicht auf, setzte mit Kontern weitere Nadelstiche und bekam nach einer guter halben Stunde die Chance zum Ausgleich. Simon Kjaer hatte sich abhängen lassen und Calaio von halblinks im Strafraum das Gehäuse von Lobont nur um Haaresbreite verfehlt. Kurz vor der Pause war dann noch einmal Mariano de Almeida Angelo durchgebrochen, sein Schuss aus abgedrängter Position halbrechts stellte den Keeper jedoch vor keinerlei Probleme.

Siena verdient sich den Ausgleich

Angelo hatte sich bei dieser Aktion allerdings verletzt und wurde im zweiten Durchgang durch Pablo Gonzalez ersetzt, der sich gleich mit einem Zuspiel auf Bolzoni gut einführte, aber zusehen musste, wie dieser an Lobont scheiterte. Siena erwischte zunächst insgesamt mit dem besseren Start in die zweiten 45 Minuten, brachte die Roma in arge Bedrängnis, nach einem Patzer von Kjaer vergab Bolzoni jedoch erneut aus kurzer Distanz.

Nach etwa einer Stunde wurde die Roma dann wieder etwas gefährlicher, doch Angel scheiterte aus der Distanz an Zeljko Brkic und auch Totti fand nach einem Freistoß seinen Meister im Gäste-Keeper. Und dann mussten sich die Hausherren auch noch bei Kjaer bedanken, der einen Schuss von Gonzalez für seinen geschlagenen Torhüter in höchster Not noch auf der Linie wegdrosch. In der Schlussphase hätte Miralem Pjanic fast die Führung der Römer erhöht, sein Schuss aus 25 Metern zischte aber knapp über den Querbalken.

Zwei Minuten vor dem Ende wurde Siena für die stärkere zweite Hälfte dann doch belohnt. Brienza hatte von der Strafraumgrenze abgezogen, traf aber nur den Pfosten. Zum Glück für den Aufsteiger stand Vitiello goldrichtig und staubte zum hochverdienten Ausgleichstreffer ab. Die anschließende Schlussoffensive der Roma kam zu spät.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity