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Interview mit Rudi Völler: "Es wird ein Vierkampf um den Titel bleiben"

In einem Interview spricht Teamchef Rudi Völler über seine ganz persönliche Hinrundenbilanz der Bundesliga.

Das Interview mit Teamchef Rudi Völler führte Jens Mende von der dpa.

Was sind die positiven und negativen Überraschungen der Bundesliga-Hinrunde für Sie?

Völler:"Was ich absolut positiv finde - über negative Sachen möchte ich nichts sagen - ist, dass es vorn an der Spitze sehr spannend zugeht. Du hast mit Werder Bremen einen würdigen Herbstmeister, aber auch die drei Mannschaften danach können alle noch Meister werden. Es wird ein Vierkampf um den Titel bleiben, da bin ich mir sicher. Das ist für die Bundesliga sehr gut."

Der FC Bayern mischt trotz nicht gerade berauschenden Fußballs wieder um den Titel mit. Was macht die Bayern so stark?

Völler: "Erst einmal ist die individuelle Klasse wichtig - die haben die Spieler ohne Frage. Auch wenn man hin und wieder mal einen kleinen Hänger hat, setzt sich am Ende die Klasse eben durch. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass mit dem FC Bayern wieder zu rechnen ist."

Wer wird Deutscher Meister 2003/4?

Nach den ersten Vier mit Bremen, Bayern, Leverkusen und Stuttgart klafft ein großes Loch. Drohen uns ähnliche Verhältnisse wie in den Niederlanden oder Belgien, wo nur wenige Teams konkurrenzfähig sind?

Völler: "Das gab es in der Bundesliga doch immer. Es gab doch immer nur vier oder fünf Mannschaften, die die Meisterschaft unter sich ausgespielt haben. Manchmal war es sogar nur ein Zweikampf oder ein Alleingang. Da sehe ich keine Tendenz."

Konnten Sie andere neue Tendenzen erkennen?

Völler: "Nein, Neues gab es nicht."

Wer hat die Hinrunde besonders geprägt?

Völler: "Dass Werder Bremen mit vier Punkten Vorsprung Herbstmeister geworden ist, ist natürlich super. Und bei Stuttgart muss man die Champions League nennen. Wie der VfB sich da als junge Mannschaft in der Gruppe durchgesetzt hat, das ist sehr, sehr stark."

Welche Spieler konnten in den Vordergrund rücken?

Völler: "Es gibt viele junge Spieler, die es sehr ordentlich gemacht haben, und hoffentlich hält diese Entwicklung an."

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