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Jens Lehmann: Stammplatz auf der Ersatzbank

Jens Lehmanns Aktien im Kampf um die Nummer 1 im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben einen neuen Tiefstand erreicht. Ein Ende seiner Reservistenrolle bei Arsenal London ist nicht in Sicht.

Arsene Wenger plant weiter mit Jens Lehmann als Ersatz-Torwart und rechnet mit dessen Abschied vom FC Arsenal spätestens zum Saisonende. "Ich weiß, dass Lehmann um seine Rückkehr ins Tor kämpfen wird, aber mit dem Ziel der WM vor Augen glaube ich nicht, dass er glücklich sein wird, als Nummer 2 hier zu bleiben. Die WM ist ein Problem für ihn und für mich", sagte der Coach des englischen Fußball-Meisters über den 35-jährigen Schlussmann. Wenger erklärte den acht Jahre jüngeren Spanier Manuel Almunia, der seit Wochen an Stelle von Lehmann zwischen den Pfosten steht, zur Nummer 1 der "Gunners".

Lehmann ohne Perspektive bei Arsenal

"In seinen ersten zwei, drei Spielen war er nicht so gut. Aber danach hat er Charakterstärke bewiesen. Deshalb ist er jetzt unsere erste Wahl", sagte der französische Trainer über Almunia, der die letzten neun Punktspiele Lehmann im Tor verdrängt hat. Der Deutsche durfte zwar im FA-Cup gegen den Zweitligisten Stoke City (2:1) spielen, konnte sich aber nicht auszeichnen und muss wieder für Almunia weichen. Wenger hatte schon vorher klargestellt: "Die Nummer 1 spielt in der Meisterschaft, die Nummer 2 im Pokal."

Sollte sich daran auf absehbare Zeit nichts ändern, dürfte Lehmann mit Blick auf seine Nationalmannschafts-Ambitionen Probleme bekommen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte angedeutet, dass Lehmann nur bei entsprechenden Leistungsnachweisen im Verein Chancen auf eine Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland hat. Zudem hatte er erklärt, dass er sich vor dem nächsten Länderspiel am 9. Februar in Düsseldorf gegen Argentinien bei Wenger über den Grund für Lehmanns Degradierung erkundigen wolle. Der Ex-Schalker und -Dortmunder war im vergangenen Jahr hinter Oliver Kahn (FC Bayern München) und vor Timo Hildebrand (VfB Stuttgart) die Nummer 2 in der DFB-Auswahl.

Lehmann selbst sagt zu seiner derzeitigen Situation nichts. Auch nach dem FA-Cup-Spiel schritt er kommentarlos von dannen. Wenger hingegen hatte lobende Worte für den Deutschen parat, dessen Lage er "schwierig" nannte. "Dies war ein Albtraum-Spiel für einen Torwart. Er hatte wenig zu tun, musste aber das ganze Spiel über auf der Hut sein. Aber er hat alles richtig gemacht."

Stammplatzgarantie für Kahn

Während sich Lehmanns Position im Kampf um die Nummer 1 im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zusehends verschlechtert, steigen die Aktien für Bayern-Torhüter Oliver Kahn. Dieser braucht sich keine Sorgen um ein mögliches Reservisten-Dasein zu machen und bekam jetzt demonstrativ die Rückendeckung seines Trainers Felix Magath. "Ich kann mir keine Situation vorstellen, warum er bei uns auf die Bank sollte", so Bayern-Coach. "Er hat seinen Platz hundertprozentig sicher. Und ich bin überzeugt davon, dass er die Nummer 1 bei der WM sein wird."

DPA / DPA

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