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Jürgen Klinsmann: Der Kosmopolit

Jürgen Klinsmann steht endlich als Rudi Völlers Nachfolger fest. Einen Tag vor "Klinsis" 40. Geburtstag stellte der DFB den ehemaligen Nationalstürmer offiziell als neuen Bundestrainer vor.

Mit knapp 40 Jahren ist Jürgen Klinsmann in ein neues Leben eingetaucht: Ab sofort ist er der höchstrangige Fußball-Lehrer Deutschlands. Dabei schien nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn im Sommer 1998 - das DFB-Team war mit Kapitän Klinsmann bei der WM in Frankreich gerade gescheitert - ein Weg zurück ins große Rampenlicht ganz weit weg. Der Bäckersohn, geboren am 30. Juli 1964 in Göppingen, wählte für sich und seine Frau Debbie sowie die Kinder Jonathan (7) und Laila (3) den Weg nach Kalifornien, vor allem um seine Philosophie zu verwirklichen: "Die Öffentlichkeit hat kein Recht an meinem Privatleben."

Eine imponierende Bilanz als Fußballer

Klinsmann, der 108 Mal das Trikot mit dem Adler trug und damit nur von Lothar Matthäus (150) getoppt wird, hat schon als Spieler polarisiert. Entweder man liebte den schnellen, aber keinesfalls perfekten Stürmer oder man lehnte ihn ab. Doch seine Vita spricht für ihn: Er fand den Weg von Giengen über Stuttgart zu den Topvereinen in Mailand, Monaco, London und München. Weltmeister, Europameister, deutscher Meister, Europapokal-Sieger, 110 Tore in 221 Bundesliga-Spielen - eine imponierende Bilanz. Selbst in Italien, England und Frankreich überzeugte er mit Professionalität.

Im Juni 2000 erwarb der einstige Torjäger den Trainerschein: Nun trainiert Klinsmann gleich das wichtigste Team des Landes.

DPA / DPA
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