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Knäbel über Schalkes möglichen Wieder-Abstieg und den Kramer-Absturz

Peter Knebel
Peter Knebel
© Getty Images
Peter Knäbel hat sich zur Lage von Schalke 04 geäußert. Ein erneuter Abstieg wäre finanziell zu verkraften. Das Aus von Frank Kramer war für ihn nicht vorherzusehen.

Ein etwaiger Wieder-Abstieg wäre für Schalke 04 sehr bitter, aber finanziell zu bewerkstelligen. Dazu war der Absturz unter Frank Kramer nicht vorherzusehen. Das meint Peter Knäbel, der den neuen Trainer Thomas Reis schon jetzt zu loben weiß.

Mit gerade einmal neun Punkten aus den ersten 15 Spielen wird Schalke in den zweiten Saisonteil starten. Die Aussichten auf den Klassenerhalt könnten kaum schlechter sein, wenn es nach dem bisherigen Punkteschnitt geht.

Peter Knäbel ist sich dieser Ausgangslage bewusst. Und trotzdem geht er davon aus, dass sich Königsblau schlussendlich in der Bundesliga halten wird. "Weil wir schon jetzt mehr Punkte verdient gehabt hätten, und wir mit Thomas Reis den richtigen Trainer geholt haben", so seine Erklärung gegenüber der Sportbild.

Knäbel: Erneuter Abstieg wäre bitter, aber für Schalke zu überstehen

Trotz des Optimismus: Der erneute Abstieg ist ein sehr realistisches Szenario für S04. Er wäre "emotional bitter und finanziell ein Rückschritt", beschrieb der Sportvorstand die Rahmenbedingungen.

"Wir würden Zeit und Geld verlieren. Wir lassen uns dadurch aber nicht beirren, denn wir werden auf allen Ebenen alles dafür tun, dass wir erstklassig bleiben", betonte Knäbel. Finanziell abgesichert wäre der zweite Abstieg innerhalb von drei Jahren aber. Das würden die "Planungs-Szenarien" zeigen. Die Frage wäre also nicht, ob der Verein den Abstieg finanziell überstehen würde, sondern mit welcher finanziellen Kraft der erneute Wieder-Aufstieg angegangen werden könnte.

Dass diese Fragen schon jetzt zur Winterpause so drängend sind, hat allen voran mit dem schlechten Abschneiden unter Frank Kramer zu tun. Bereits bei seiner Ernennung zum Cheftrainer gingen viele Fans davon aus, dass man sich in wenigen Monaten wieder wird trennen müssen.

"Frank Kramer war für uns im Sommer die beste Lösung für unsere Konstellation", erklärte Knäbel. "Wir haben Frank nicht zu uns geholt, weil er übriggeblieben ist, sondern weil wir überzeugt waren, mit ihm unsere Ziele erreichen zu können."

Weiter nahm er Kramer in Schutz: "Ich darf daran erinnern, dass wir nach sechs Spieltagen mit sechs Punkten als Aufsteiger auf Rang zwölf lagen. Dass nach dem siebten Spieltag ein so extremer Abwärtstrend eintritt, war nicht zu erwarten."

Insbesondere beim letzten Satz dürften einige Fans widersprechen wollen. Schließlich hatte Schalke unter Kramer bereits zu Beginn große Probleme, sich in der Offensive durchzusetzen. Zudem war das Tabellenbild durch die schlechten Starts mancher Klubs, wie etwa bei Bayer Leverkusen oder dem VfL Wolfsburg, noch sehr verzerrt.

Reis sorgt für neuen Hoffnungsschimmer bei S04

Und trotzdem schöpft Knäbel nun deutlich mehr Hoffnung aus der Anstellung von Thomas Reis. Sein Fußball "emotionalisiert und passt auch auf Schalke", ist er sich sicher.

"Er hat einen klareren und mutigeren Plan, wie die Mannschaft spielen soll. Das sieht man deutlich, und auch die Zahlen zeigen es. Die Aktivität jedes einzelnen Spielers auf dem Platz hat sich deutlich erhöht", lobte der Sportchef.

Die Mannschaft attackiere nun höher und mutiger, womit sie eindeutig dem Plan des Trainers folgt. Das bezeichnete der 56-Jährige als "die Grundvoraussetzung für Erfolg", was wiederum "das Wichtigste" sei.

Spanien vs Deutschland: Die Analyse mit Tobias Escher

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Knäbel über Schalkes möglichen Wieder-Abstieg und den Kramer-Absturz veröffentlicht.

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