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FC Barcelona 210.000 Euro pro Tag: Spanische Tageszeitung veröffentlicht Vertrag von Lionel Messi

Lionel Messi
Lionel Messi spielt seit seinem 14. Lebensjahr beim FC Barcelona
© Nick Potts / Picture Alliance
Es ist eine unfassbare Summe: 555 Millionen Euro - so viel soll Lionel Messi seit 2017 beim FC Barcelona verdient haben, berichtet "El Mundo". Die Veröffentlichung sorgt in Spanien für Wirbel. Sein Verein hat nun rechtliche Schritte angekündigt.

Dass Fußball-Profis fürstlich entlohnt werden, ist keine Neuigkeit – gerade wenn sie so außergewöhnlich begabt sind wie Lionel Messi. Der argentinische Nationalspieler ist ohne Frage einer der besten Fußballer aller Zeiten: sechsfacher Weltfußballer, mehrfacher Champions-League-Sieger und Torschützenkönig.

Seit 21 Jahren spielt Messi nun für den FC Barcelona. Dafür musste der spanische Spitzenklub offenbar sehr tief in die Tasche greifen, wie Recherchen der Tageszeitung "El Mundo" zeigen. Der Zeitung liegt der 30-seitige Vertrag des Angreifers vor. Demnach hat Messi seit seiner letzten Vertragsverlängerung im Dezember 2017 sagenhafte 555 Millionen Euro erhalten. 

Allein für die Unterzeichnung des Arbeitspapiers habe man sich damals auf ein Abschlussbonus von 97,9 Millionen Euro geeinigt. Von der Gesamtsumme habe Messi bereits 92 Prozent erhalten. Das sind knapp 511 Millionen Euro. Nach Steuern blieben Messi insgesamt schätzungsweise 297 Millionen Euro, was auf ein Netto-Gehalt von über 210.000 Euro pro Tag hinausläuft.

Barcelona kündigt rechtliche Schritte an

"El Mundo" bezeichnet Messias Kontrakt als "Pharaonen-Vertrag". Die Zeitung titelte am Sonntag: "Der kolossale Vertrag des Lionel Messi, der Barcelona ruiniert." Tatsächlich war jüngst bekannt geworden, wie groß die finanzielle Not des Clubs wirklich ist: 1,17 Milliarden Euro Schulden lasten auf dem FC Barcelona. Der Verein verhandelt bereits mit den Profis über einen Gehaltsverzicht von insgesamt 190 Millionen Euro.

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Der FC Barcelona hat nun rechtliche Schritte gegen die Zeitung angekündigt. Der Verein bedaure die Veröffentlichung, hieß es in dem Statement des FC Barcelona. Es handle sich um ein privates Dokument mit dem Prinzip der Vertraulichkeit zwischen den Parteien. Der Verein lehne "kategorisch jegliche Verantwortung" ab und sagte Lionel Messi "absolute Unterstützung" zu. Besonders in Anbetracht jeglicher Versuche, dessen Ruf zu diskreditieren.

Von Messi selbst lagen zunächst keine Reaktionen vor. Ob der 33-Jährige nach dieser Saison beim FC Barcelona bleibt, ist fraglich. Ein Weggang im Sommer vergangenen Jahres war an Vertragsinhalten gescheitert. Er gehört seit 2000 dem Club an, ärgerte sich zuletzt aber immer wieder über Indiskretionen. In diesem Sommer kann er die Katalanen ablösefrei verlassen.

rpw DPA

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