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Führerscheinskandal um BVB-Star: Reus soll gefälschte Papiere vorgezeigt haben

Der BVB-Superstar Marco Reus fährt seit sieben Jahren ohne Fahrerlaubnis. Bei einer Geschwindigkeitskontrolle zeigte er offenbar einen gefälschten Führerschein aus den Niederlanden vor.

Marco Reus sorgt mitten in der Dortmund-Krise auch privat für negative Schlagzeilen

Marco Reus sorgt mitten in der Dortmund-Krise auch privat für negative Schlagzeilen

Sieben Jahre fuhr BVB-Superstar Marco Reus ohne Führerschein und wird nun mit 540.000 Euro zur Kasse gebeten. Nur knapp entgeht er einer Vorstrafe. Im März 2014 soll Reus in der Dortmunder Innenstadt in seinem Wagen kontrolliert worden sein und den Polizeibeamten dabei einen gefälschten holländischen Führerschein vorgezeigt haben - das berichtet der WDR. Der Rundfunksender beruft sich dabei auf den ihm vorliegenden Strafbefehl. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft wollte demnach diesen Teil der Geschichte nicht kommentieren. Im Zuge der weiteren Ermittlungen habe man dann festgestellt, dass Reus seit September 2011 fünfmal mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden sei. Reus hat die Bußgelder stets beglichen.

Der Riesenwirbel um den 540.000-Euro-Strafbefehl für Nationalspieler Marco Reus trifft Borussia Dortmund in der größten sportlichen Krise seit Jahren. "Das war eine Dummheit", gestand der 25-jährige Fußball-Profi der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). Über Jahre hinweg war er mit seinem Auto im Straßenverkehr unterwegs, ohne jemals eine Führerschein-Prüfung absolviert zu haben. Der saftige Strafzettel dafür dürfte einer der teuersten sein, der jemals in Deutschland ausgestellt wurde.

BVB reagiert mit Nachsicht

Der BVB reagierte einen Tag nach dem 2:2 gegen Wolfsburg mit Nachsicht auf das aufsehenerregende Vergehen von Reus. "Wir haben mit Marco gesprochen. Er sieht seinen Fehler ein, spricht selbst von einer großen Dummheit. Er hat versprochen, dass so etwas nicht wieder vorkommt", erklärte Sascha Fligge, Direktor Kommunikation beim Fußball-Bundesligisten. "Weil wir Marco nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch sehr schätzen, sehen wir keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln."

Überrascht zeigte sich der BVB-Chefcoach über die Verfehlung von Reus, die für den unerwartet in den Abstiegskampf geratenen Meister von 2011 und 2012 zur Unzeit kommt. "Er ist maximal einsichtig und als ganz junger Kerl falsch abgebogen", sagte Jürgen Klopp nach einem längeren Gespräch mit ihm und dem Training am Donnerstag, an dem auch Reus teilnahm. "Nun ist er erwischt worden, kriegt eine außergewöhnlich hohe Strafe und das ist auch gut so." Wenn er die Strafe bezahlt, gehe es ganz normal weiter. "Jetzt ziehen wir einen Strich drunter und es geht normal weiter", meinte Klopp.

Finn Rütten mit Material von DPA

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