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Vier Jahre Sperre: Platini tritt nach CAS-Urteil als Uefa-Präsident zurück

Weil der Internationale Sportgerichtshof CAS seine Sperre nur auf vier Jahre reduziert hat, gibt Uefa-Präsident Michelle Platini sein Amt auf. Dennoch will der 60-Jährige weiterkämpfen.

Michel Platini tritt bei der Fifa-Wahl nun doch nicht an

Tritt er noch heute zurück? Uefa-Präsident Michel Platini

Michel Platini tritt als Präsident der Europäischen Fußball-Union zurück. Das teilte der Franzose am Montag in einer persönlichen Erklärung mit. Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS die vom Fußball-Weltverband Fifa verhängte Sperre des ehemaligen französischen Nationalspielers um zwei auf vier Jahre reduziert.

Platini spricht von "gravierender Ungerechtigkeit"

Platini kündigte in seiner Erklärung an, vor Schweizer Zivilgerichten gegen das CAS-Urteil vorgehen zu wollen. "Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, halte sie aber für eine gravierende Ungerechtigkeit", hieß es in seiner Stellungnahme.

Der 60-Jährige war vom Weltverband ebenso wie der frühere Fifa-Chef Joseph Blatter für sechs Jahre gesperrt worden. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Franken von Blatter an Platini im Jahr 2011. Nach Aussage des Funktionärsduos war die Zahlung ein verspätetes Gehalt für Platinis Dienste um die Jahrtausendwende. Verbucht wurde die Summe in den Fifa-Büchern aber nicht.

Richter entschieden einstimmig

"Die Kammer ist nicht überzeugt von der Rechtmäßigkeit der Zahlung", hieß es in der CAS-Mitteilung. Zudem soll Platini von der Verlängerung eines Altersvorsorge-Plans profitiert haben, "zu der er nicht berechtigt war". Die Kammer halte eine lange Sperre "im Lichte der Spitzenfunktion von Herrn Platini, der Abwesenheit jeglicher Reue und des Einflusses dieser Sache auf den Ruf der Fifa" für gerechtfertigt. Die Entscheidung der Richter sei einstimmig erfolgt.

Für Platini hätte sich nur bei einer Gesamtdauer von maximal einem Jahr die theoretische Chance auf eine Rückkehr in den Chefsessel der Uefa ergeben. Für den 18. Mai hat Europas Kontinentalverband eine Sondersitzung seines Exekutivkomitees anberaumt, um über das Prozedere einer nun anstehenden Präsidentenneuwahl zu beratschlagen. Da die Fristen für eine Kür vor dem EM-Anpfiff sehr knapp sind, scheint die Wahl eines Platini-Nachfolgers im September wahrscheinlich.

Blatters Fall soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Monat vor dem CAS verhandelt werden. Alles andere als eine Bestätigung der Sperre auch in diesem Fall wäre nach dem aktuellen Richterspruch eine Überraschung. Zu Blatters Nachfolger wurde bereits der frühere Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino gewählt. 

mad / DPA

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