Nationalmannschaft Chelsea blockiert Löw-Ballack-Gespräch


Als wäre die Situation nicht schon schwierig genug: Nun blockiert auch noch der FC Chelsea, Arbeitgeber von Michael Ballack, eine schnelle Aussöhnung des Nationalspielers mit Bundestrainer Joachim Löw. Der gerade operierte Ballack dürfte jetzt nicht reisen, befand Chelsea-Trainer Luiz Felipe Scolari.

Michael Ballacks Arbeitgeber FC Chelsea untersagt ein schnelles Treffen des Nationalmannschafts-Kapitäns mit Fußball-Bundestrainer Joachim Löw in Deutschland. Der Verein erteilt Ballack nach dessen Operation an beiden Füßen keine Freigabe für eine Reise. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte am Abend den Eingang eines entsprechenden Faxes des Londoner Top-Clubs.

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sagte Chelseas Trainer Luiz Felipe Scolari: "Er ist ein Spieler von Chelsea. Falls Joachim Löw mit ihm sprechen will, lade ich den Nationaltrainer ein, zu uns zu kommen, ein, zwei Tage mit uns zu verbringen und mit ihm zu sprechen".

"Nicht gut für Deutschland"

Scolari weiter: "Ballack kann jetzt nicht nach Deutschland reisen. Er erholt sich von einer Operation und wird von den Ärzten behandelt. Es ist nicht gut für Ballack und für Deutschland, wenn er jetzt fährt. Das ist zu diesem Zeitpunkt unmöglich."

Ballack hatte sich im Anschluss an die Länderspiele gegen Russland (2:1) und Wales (1:0) gutartige Knotenbildungen (Neurome) an beiden Füßen entfernen lassen. Anschließend hatte er in einem Zeitungsinterview die Personalpolitik Löws scharf kritisiert und sich erstaunt darüber geäußert, dass sich Löw nicht bei ihm gemeldet habe.

DFB berät die Lage

Die sportliche Leitung der Fußball-Nationalmannschaft will nun an diesem Wochenende über die neue Situation beraten. Man sei per Fax durch Chelsea informiert worden, dass Ballack nach seiner Fuß-Operation ein Flug zu einem klärenden Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw nach der heftigen Kritik des Kapitäns nicht erlaubt werde, teilte der DFB am Freitagabend mit. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte im Bezahlsender "Premiere", dass er sich wünsche, "dass es nicht zu einer Maßnahme kommt, die wir alle nicht wollen."


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