Rummenigge gegen Bierhoff "Er soll sich um seinen Mist kümmern"


Zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Bierhoff fliegen die Fetzen. Erst pfiff Bierhoff die Bayern an, Rummenigge verschäfte den Ton. Nun verweigert der DFB-Teammanager dem Bayern-Chef ein klärendes Gespräch.

Nach den gegenseitigen verbalen Attacken will DFB-Teammanager Oliver Bierhoff nicht den ersten Schritt zu einem klärenden Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge machen. "Ich sehe keinen Anlass, Rummenigge jetzt direkt anzurufen", sagte Bierhoff bei einer Pressekonferenz des DFB in München.

Rummenigge schießt scharf

Rummenigge hatte zuvor mit öffentlichen Aussagen den Ton verschärft und Bierhoff direkt angegriffen. "Herr Bierhoff soll sich um seinen eigenen Mist kümmern", forderte Rummenigge. Er reagierte verärgert auf Bierhoffs Erregung nach den anhaltenden Pfiffen gegen Lehmann. Der ehemalige DFB-Kapitän hatte das Verhalten der Bayern- Fans, des Stadionsprechers und des Münchner Profis Bastian Schweinsteiger kritisiert. "Zum wiederholten Male mischt er sich nun schon in die Belange des FC Bayern ein", wetterte Rummenigge. "Und ich kann ihn nur warnen, sich in Zukunft nicht mehr zu Dingen zu äußern, die ihn absolut nichts angehen, sonst passiert hier bald mal etwas."

Bierhoff beharrte trotz der Drohung auf seiner Position. "Wenn wir uns schon zur Verfügung stellen und unseren Kapitän Michael Ballack bei Bayern spielen lassen, hätte ich mir einen anderen Rahmen gewünscht", sagte der Teammanager. Er erneuerte sogar explizit die Kritik am Stadionsprecher, der seiner Ansicht nach die pfeifenden Bayern-Fans zur Mäßigung und einem fairen Verhalten gegenüber Lehmann und Schalke-Profis wie Gerald Asamoah hätte auffordern müssen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann versuchte zu schlichten, ohne von der eigenen Position abzurücken: "Es ist kein Problem, wenn der FC Bayern hier und da seine Meinung vertritt. Aber wir haben die Verantwortung für die Nationalmannschaft."


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