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Russland 2018: Iranisches Fernsehen zensiert Teil der WM-Auslosung

Schon im Vorfeld gab es im Iran Diskussionen um das Kleid der russischen Moderatorin Maria Komandnaja. Sie dürfe bitte nicht zu viel Haut zeigen. Das Outfit fiel schlicht aus - zensiert wurde trotzdem.

WM-Auslosung in Moskau: Garry Lineker und Maria Komandnaja moderierten

WM-Auslosung in Moskau: Garry Lineker und Maria Komandnaja moderierten

Wegen eines zu knappen Kleids haben Millionen von Fußball-Fans im Iran im Staatsfernsehen nur einen Teil der WM-Auslosungszeremonie verfolgen können. Der Sender IRIB hatte den gesamten ersten Teil der Veranstaltung im Moskauer Kremlpalast am Freitag zensiert und nur die Auslosung selbst gezeigt.

Bereits vor einigen Tagen veröffentlichten Medienberichten zufolge hing es vom Kleid der russischen Moderatorin Maria Komandnaja ab, ob die Iraner die komplette Zeremonie verfolgen konnten.

Iran bei WM-Auslosung: Diskussionen um Marias Kleid

Hintergrund der Diskussionen um "Marias Kleid" sind die strengen islamischen Vorschriften bei Live-Programmen im Staatssender. Bei IRIB sitzen sogenannte Moralwächter, die ein Live-Programm sofort unterbrechen, sobald Bilder von leicht bekleideten Frauen gezeigt werden. Damit rechtzeitig unterbrochen werden kann, wird jedes Live-Programm mit einer Verzögerung von etwa 30 Sekunden gesendet.

Um eventuellen Protesten vorzubeugen, hatte IRIB den ehemaligen portugiesischen Superstar Luis Figo eingeladen. Ein Interview mit Figo sollte die zensierten Szenen überbrücken. Der Iran trifft in Gruppe B auf Portugal, Spanien und Marokko.


feh / DPA
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