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Schweizer Fußball: Gruppensex mit 15-Jähriger?

Fußballer des Schweizer Erstligisten FC Thun sollen Sex mit einer 15-Jährigen gehabt haben. Die Sex-Kontakte sollen "größtenteils" mit Einwilligung des Mädchens geschehen sein, aber es handelte sich nicht um Einzelfälle: 21 Männer wurden vorübergehend festgenommen.

Der Schweizer Fußball wird von einem Sex-Skandal erschüttert. Fußballer des Schweizer Erstligisten FC Thun sollen verbotene sexuelle Kontakte mit einer zur Tatzeit 15-jährigen gehabt haben. Die Polizei hat am Dienstag zwölf aktive und ehemalige Spieler des Vereins sowie weitere Männer festgenommen. Der Verdacht habe sich erhärtet, teilten die Untersuchungsbehörden am Dienstagabend mit. Die insgesamt 21 Festgenommenen seien wieder auf freiem Fuß, gegen die Mehrheit von ihnen werde ein Strafverfahren eingeleitet.

Vereinsführung geschockt

Im Rahmen der seit Mitte September laufenden Ermittlungen habe es auch Hausdurchsuchungen gegeben, hieß es weiter. Die Vereinsleitung des FC Thun reagierte bestürzt auf die Nachricht. Präsident Kurt Weder erklärte, sollten sich die Vorwürfe erhärten, würden die Vergehen aufs Schärfste verurteilt und in aller Härte geahndet. Als Sofortmaßnahme wurde das Training vom Dienstagnachmittag abgesagt. In der Schweizer Axpo Super League belegt der FC Thun derzeit den 9. Platz.

Der Verdacht auf sexuelle Handlungen mit einem minderjährigen Mädchen bezieht sich nach Polizeiangaben auf einen Zeitpunkt, zu dem dieses 15 Jahre alt gewesen sei. Dies ist nach Schweizer Recht strafbar und zieht ein Ermittlungsverfahren nach sich, wenn sie mit einem Kind unter 16 Jahren vorgenommen werden und der Altersunterschied zwischen den Beteiligten mehr als drei Jahre beträgt.

Nach Angaben der Polizei müsse davon ausgegangen werden, dass die Beschuldigten seit Beginn dieses Jahres mit dem minderjährigen Mädchen Kontakt gehabt haben. Dabei soll es in mehreren Fällen - und größtenteils im Einverständnis mit dem Mädchen - in unterschiedlicher Form zu sexuellen Handlungen gekommen sein.

DPA

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