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Aufregung um späten Ausgleich: Sechs Minuten Nachspielzeit - gibt es einen Bayern-Bonus?

Die Aufregung am Ende des Spiels zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern war groß: In der 96. Minute erzielte Robert Lewandowski den Ausgleich für den Rekordmeister. Aber warum gab es überhaupt so viel Nachspielzeit?

Hertha BSC

Gilt das Tor für die Bayern in Nachspielzeit? Ja, der Schiedsrichter gibt den Treffer zum Leidwesen von Hertha BSC

Am Ende lagen die Nerven blank. Gerade hatte Robert Lewandowski in der 96. Minute den 1:1-Ausgleich für die Bayern gegen Hertha erzielt, da gerieten einige Spieler aneinander: Hertha-Keeper Rune Jarstein und Xabi Alonso rempelten sich an, der Berliner Marvin Plattenhardt war gar nicht mehr zu bändigen, Manuel Neuer eilte hinzu und versuchte die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Für einen kurzen Moment war noch nicht einmal klar, ob das Tor überhaupt zählt, weil der Schiedsrichter in der ganzen Aufregung kein klares Zeichen gab und mit der Rudelbildung beschäftigt war.

Der Ausgleich für die Gäste aus München in sprichwörtlich letzter Sekunde ließ die Herthaner vor Wut schäumen. Die Gastgeber und ihr Trainer Pal Dardai stellten sich wie alle die Frage: Warum gab es in diesem Spiel überhaupt fünf Minuten Nachspielzeit, wo doch drei die Regel sind? Waren es die Spielverzögerungen der Berliner, von denen Thomas Müller nach dem Abpfiff sprach? Eigentlich dürfte das nicht der Grund sein. Wenn es eine klare Verschleppung gibt, ermahnt der Schiedsrichter den Spieler oder zeigt Gelb. 

Viele sehen Bevorzugung der Bayern

Für Hertha-Coach Dardai war die Sache eindeutig: "So viel Nachspielzeit - das ist dann ein Bayern-Bonus, sorry." Die Reaktionen auf Twitter zeigen, dass viele Fans ebenfalls von einer Bevorzugung der Bayern ausgehen. Stellvertretend für alle twitterte der frühere Profi Hans Sarpei: "Das Spiel ist erst zu Ende, wenn die Bayern ein Tor schießen. #Unfassbar."


Sicher, die Hertha-Abwehr stellte sich beim Ausgleich dilettantisch an. Thiago trat den Ball von der rechte Seite auf Robben, der völlig frei stand. Robbens Schuss wehrte Jarstein nach vorne ab, wo Lewandowski schneller als seine Gegenspieler reagierte. Dennoch ist die Wut der Herthaner und ihrer Anhänger über den späten Ausgleich verständlich. Es bleibt ein schaler Nachgeschmack bei diesem Punktgewinn für die Bayern.

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