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Stadionsicherheit: Sicherheit der Zuschauer nicht gefährdet

Die WM-Verantwortlichen haben die Vorwürfe von Stiftung Warentest, dass die WM-Stadien mangelhaft seien, heftig zurückgewiesen. Die Fans können ohne Bedenken die Stadien besuchen. Die Panikmache ist unnötig.

Das Organisationskomitee hat die 12 WM- Stadien für sicher erklärt und damit einer Studie der Stiftung Warentest widersprochen. "Wir bleiben dabei: Unsere Stadien sind sicher", sagte der OK-Vizepräsident Hort R. Schmidt bei einer Pressekonferenz am Dienstag wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Studie. Diese beziehe sich auf Brandschutz und Panikfälle, nicht aber auf die gesamten Sicherheitsaspekte, sagte Schmidt. Kurz zuvor hatte sich das WM-OK mit den Verantwortlichen der Stadien in einer Telefonkonferenz "intensiv" über den jüngsten Stand in den 12 WM- Stätten informiert.

"Die Sicherheit der Zuschauer ist im normalen Bundesliga- Spielbetrieb in keiner Weise gefährdet und demzufolge auch nicht bei der bevorstehenden WM", hieß es weiter vom OK. Durch die Vorankündigung der Stiftung Warentest sei ein falscher Eindruck entstanden, "es gäbe akute Sicherheitsmängel, die ein sofortiges Eingreifen notwendig machen würden".

Vorreiter bei Stadionsicherheit

Schmidt betonte, dass der Brandschutz bei der WM an vorderster Stelle betrachtet werde. Es dürfe aber nicht passieren, dass ein Stadion mit "harter Elle" bewertet werde, das noch im Bau sei. "Ich möchte festhalten, dass der Deutsche Fußball-Bund und seine Mitstreiter einer der Vorreiter der Stadionsicherheit sind", sagte Schmidt. Das OK sei aber bereit, die gegebenen Empfehlungen zu prüfen und gegebenenfalls Verbesserungen durchzuführen. "Das ist selbstverständlich", sagte Schmidt.

Amtskollege Wolfgang Niersbach monierte ebenso wie Schmidt erneut die Art und Weise, wie die Stiftung mit ihren Ergebnissen umgegangen sei. "Wir bleiben bei unserer Verärgerung, dass es aus unserer Sicht nicht in Ordnung ist, etwas anzukündigen, das nicht korrekt ist", sagte Niersbach. "Wir sind sehr für Panik-Forschung, aber nicht für Panikmache."

Schäuble nimmt Ergebnisse ernst

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warnt nach den Veröffentlichungen der Stiftung Warentest zur Sicherheit der WM- Stadien vor jeglicher Hysterie und bietet eine intensive Prüfung der vorgebrachten Sicherheitsbedenken an. "Wir nehmen die Bedenken der Stiftung Warentest ernst und es ist im Sinne der WM-Zuschauer aus Deutschland und der ganzen Welt, dass die Stadien 150 Tage vor WM- Beginn noch einmal von unabhängiger Stelle überprüft worden sind", sagte Schäuble am Dienstag. "Die vorgelegten Ergebnisse verbieten nach der ersten Bewertung durch unsere Experten allerdings jegliche Panikmache, "so Schäuble.

DPA / DPA

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