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Nach Wechsel von Toni Kroos: Real Madrid bekommt Mahnung vom Greifswalder SV

Der Greifswalder SV legt sich mit Real Madrid an: Durch den Transfer von Toni Kroos steht dem Sechstligaclub Geld zu - ein Fifa-Passus macht das möglich. Doch die Spanier haben bislang nichts gezahlt.

"Kein Moos ohne Kroos" titelte die "Ostsee-Zeitung". Noch wartet der Sechstligaclub auf ihren Anteil am Transfer.

"Kein Moos ohne Kroos" titelte die "Ostsee-Zeitung". Noch wartet der Sechstligaclub auf ihren Anteil am Transfer.

Der Sechstligaclub Greifswalder SV 04 hat den Champions-League-Sieger Real Madrid abgemahnt. Ursache für den sich anbahnenden Rechtsstreit ist der Wechsel des Nationalspielers Toni Kroos vom FC Bayern München nach Spanien.

Im Sommer war Kroos für 30 Millionen Euro zu Real Madrid gewechselt. Auch der Greifswalder SV freute sich über die hohe Ablösesumme. Denn ein Passus in den Fifa-Statuten lässt auch die Norddeutschen auf einen Geldsegen hoffen.

Kross hatte als Zwölfjähriger bei dem Ostsee-Verein Greifswalder SC gespielt. Der Verein ging inzwischen in die Insolvenz, der Greifswalder SV 04 ist der offizielle Rechtsnachfolger.

Ausbildungsvereine sollen profitieren

Dass nun eben dieser Verein auch vom Kroos-Transfer profitiert, liegt an dem so genannten Solidaritätsmechanismus. Wechselt ein Spieler den Verein, bekommen auch die Vorgängervereine 0,25 Prozent der Transfersumme pro Spielzeit - allerdings müssen die Spieler zwölf Jahre und älter sein. Ein etwas unhandliches Konstrukt, das aber recht logisch ist: Vereine, die die Spieler in der Jugend ausbilden, sollen finanziell von deren späteren Erfolgen profitieren. Aktuell hat Kroos einen Marktwert von rund 45 Millionen Euro.

Hansa Rostock, wo Kroos zwischen 2002 und 2006 spielte, hat bereits Geld aus Madrid bekommen. 300.000 Euro brachte der Transfer in die Kasse. Der Greifswalder SV hingegen hat noch kein Geld bekommen. Nun hat der Sechstligaverein eine Mahnung an Real Madrid verschickt. Laut der "Ostsee-Zeitung" wollen sich die Greifswalder an die Fifa wenden und rechtliche Schritte prüfen, sollte Real Madrid die fällige Rechnung von mehr als 60.000 Euro nicht zahlen.

kg

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