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Toni Kroos: Wunderknabe mit Ansprüchen

Das Trikot mit der "10" hat Uli Hoeneß beim FC Bayern eigens für ihn reserviert - im zweiten Profi-Lehrjahr will Toni Kroos der berühmten Nummer ein Stück näher kommen. Nach Meisterschaft und DFB-Pokalsieg in seiner Premieren-Saison plant der 18-Jährige, beim deutschen Fußball-Rekordchampion unter Jürgen Klinsmann so richtig durchzustarten.

"Ich möchte so schnell wie möglich Stammspieler werden, das muss mein Ziel sein", erklärte Kroos: "Aber das liegt auch am Trainer, wie er mich einbaut." Vor einem Jahr kaum das Talent groß raus: Bei der U 17- Weltmeisterschaft in Südkorea belegte Kroos mit dem deutschen Team Platz 3. Er schoss fünf Tore und wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

Anschließend blitzte sein Können auch im Münchner Star-Ensemble auf. Beim 5:0-Sieg gegen Energie Cottbus avancierte er am 26. September 2007 im Alter von 17 Jahren, 8 Monaten und 22 Tagen zum jüngsten Bundesliga-Spieler des FC Bayern. Und einen Monat später erzielte er als Einwechselspieler das Siegtor beim 3:2 im UEFA-Cup-Spiel bei Roter Stern Belgrad.

Hoeneß stellte ihn unter Artenschutz

Anschließend blitzte sein Können auch im Münchner Star-Ensemble auf. Beim 5:0-Sieg gegen Energie Cottbus avancierte er am 26. September 2007 im Alter von 17 Jahren, 8 Monaten und 22 Tagen zum jüngsten Bundesliga-Spieler des FC Bayern. Und einen Monat später erzielte er als Einwechselspieler das Siegtor beim 3:2 im UEFA-Cup-Spiel bei Roter Stern Belgrad.

Die Medien schwärmten von Kroos, aber Manager Hoeneß stellte das Talent mit der Trikot-Nummer 39 unter Artenschutz, wollte es vor zu viel öffentlichem Rummel schützen. "Den Schutz habe ich nie gefordert und brauche ihn auch nicht", sagte Kroos nun.

Die erste Saison unter Klinsmann-Vorgänger Ottmar Hitzfeld sei mit 20 Pflichtspiel-Einsätzen "okay" gewesen. Doch jetzt hofft der in Greifswald geborene Kroos, der bereits als 16-Jähriger vom FC Hansa Rostock zum FC Bayern wechselte, "dass es mehr werden". Spielpraxis in der 3. Liga, bei den Bayern-Amateuren, will er jedenfalls nicht mehr sammeln: "Das würde mich nicht mehr zufriedenstellen, mein Fokus liegt oben."

Am liebsten zentral hinter den Spitzen

Dabei hofft Kroos, dass das unter Hitzfeld so starre 4-4-2-System unter Klinsmann "flexibler" gehandhabt wird. Schließlich spielt er am liebsten als Regisseur zentral hinter den Spitzen. "Da habe ich von kleinauf gespielt." Doch selbst der Jugendförderer Klinsmann wird das Spielsystem wohl kaum an Kroos ausrichten, der sehen muss, dass er im hochkarätig besetzten FCB-Mittelfeld überhaupt einen Platz ergattert.

Mit Einsätzen im Verein will sich Kroos nach einer zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Bayern abgesprochenen Pause auch wieder für Spiele im Deutschland-Trikot empfehlen.

Beim DFB wird die Entwicklung des Talentes genau beobachtet, auch Bundestrainer Joachim Löw hatte Kroos ja schon in der EM-Saison im Blick. "Jeder, der bei Bayern spielt, ist ein Thema für die Nationalmannschaft", weiß Kroos. "Es hängt davon ab, was hier passiert." Dass der Gladbacher Marko Marin (19) den Sprung in den vorläufigen EM-Kader schaffte, konterte der bis 2012 an Bayern gebundene Kroos jedenfalls sehr selbstbewusst: "Ich weiß, dass ich das Gleiche wie Marko Marin spielen kann."

DPA / DPA

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