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Türkischer Fußballverband: Seltsame Entschuldigung

Der Vorstand des türkischen Fußballverbandes will trotz Rücktrittsforderungen im Amt bleiben. Zu den Krawallen beim WM-Qalifikationsspiel gegen die Schweiz rang er sich einige widersprüchliche Erklärungen ab.

Der türkische Fußballverband hat sich für die Vorfälle im Stadion nach dem WM-Relegationsspiel zwischen der Türkei und der Schweiz entschuldigt. "Einige unserer Spieler haben sich von der gespannten Atmosphäre des Spiels anstecken lassen und haben ein Fehlverhalten gezeigt, das mit sportlicher Fairness unvereinbar ist und das wir nicht billigen", sagte Verbandspräsident Levent Bicakci.

Bei der Begegnung zwischen der Türkei und der Schweiz vor einer Woche hatten sich Spieler beider Mannschaften nach dem Abpfiff geprügelt. Der türkische Co-Trainer Mehmet Özdilek, der ebenfalls in die Randale verwickelt war, trat zurück. Auch Verbandschef Bicakci sollte zurücktreten, will aber im Amt bleiben. Gegenüber dem Weltfußballverband Fifa kündigte er an:"Wir werden alle Kameraden, die in die Untersuchung der Fifa hinein genommen worden sind, bei ihrer Verteidigung mit allen Kräften unterstützen."

Dem Urteil der Fifa sieht der Verband - zumindest offiziell - gelassen entgegen. "Wir glauben nicht, dass wir eine harte Strafe bekommen werden", sagte Bicakci. Eine Entscheidung der Fifa wird Anfang Dezember erwartet.

DPA / DPA
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