HOME

Stern Logo WM 2006

Kopfstoß-Affäre: Fifa ermittelt gegen Materazzi

Nach Zinédine Zidane drohen nun auch seinem italienischen Gegenspieler Marco Materazzi ernste Konsequenzen: Die Fifa-Disziplinarkommission leitete gegen den Verteidiger ein Verfahren ein.

Jetzt muss sich auch Materazzi den Konsequenzen stellen: Die Fifa ermittelt gegen ihn. Zidane hatte Materazzi im WM-Finale am vergangenen Sonntag mit einem Kopfstoß niedergestreckt, nachdem dieser ihn beleidigt hatte. Das Verfahren sei auf Grund von ersten Aussagen Zidanes eröffnet worden, der in einem Interview gesagt habe, dass er "auf eine wiederholte Provokation des Italieners" reagiert habe, teilte die Fifa am Donnerstag in Zürich mit.

Bereits am Dienstag hatte die Fifa ein Disziplinarverfahren gegen Zidane eingeleitet, um die Umstände des Vorfalls genauestens zu klären. Zunächst erhalte nun Zidane rechtliches Gehör, eine Stellungnahme müsse er bis zum 18. Juli einreichen. In der Folge werde diese Stellungnahme Materazzi zur Kenntnisnahme und Erklärung vorgelegt.

Beide Spieler wurden zudem für kommenden Donnerstag (20. Juli) gemeinsam vor die Disziplinarkommission am Sitz der Fifa in Zürich vorgeladen. Die Disziplinarkommission soll noch am gleichen Tag eine Entscheidung fällen. Die Vernehmung der beiden Spieler sowie das Verfahren selbst erfolgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Medien.

AP / AP
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity