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Fußball-WM 2010: Slowaken schicken Titelverteidiger Italien ins vorzeitige Aus

Die Blamage des Titelverteidigers hätte kaum größer sein können: Fußball-Weltmeister Italien ist bei der WM in Südafrika bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Die Azzurri wurden zum ersten Mal in Italiens WM-Geschichte Gruppenletzter. Und das obwohl ihre Gruppe F mit der Slowakei, Paraguay und Neuseeland als die leichteste galt.

Die Blamage des Titelverteidigers hätte kaum größer sein können: Fußball-Weltmeister Italien ist bei der WM in Südafrika bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Die Azzurri wurden zum ersten Mal in Italiens WM-Geschichte Gruppenletzter. Und das obwohl ihre Gruppe F mit der Slowakei, Paraguay und Neuseeland als die leichteste galt. Die Slowaken schickten die Italiener aber mit 3:2 Toren ins vorzeitige Aus.

Schon lange vor dem letzten Abpfiff war die Mannschaft von Trainer Marcello Lippi unter Beschuss. Die Nationalelf sei zu alt und zu langsam, lautete der Vorwurf. Die Spielerauswahl des Teamchefs stieß auf Unverständnis. Aber dieses Fiasko ließ selbst die größten Pessimisten fassungslos zurück. Lippi nahm direkt nach dem Spiel seinen Hut - und machte damit Platz für einen Neuanfang, den die Mannschaft des viermaligen Weltmeisters dringend nötig hat.

Beim öffentlichen Fußballgucken in Rom gingen viele Fans bereits vor Spielende mit hängenden Köpfen nach Hause. "Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet, aber nicht damit", sagte eine 29-jährige Eisdielenbesitzerin. Schließlich haben die Italiener es bis auf zwei Mal immer zumindest ins Achtelfinale geschafft. Und nun das! "Eine Heimkehr in Schande" titelte die Zeitung "Gazzetta dello Sport".

Die Italiener unterlagen der Slowakei in Johannesburg in einem nervenaufreibenden Spiel: Die Führung für die Slowakei schoss Robert Vittek, der lange Jahre beim 1. FC Nürnberg spielte, bereits in der 25. Minute. In der 73. Minute erzielte Vittek das 2:0. Da schien die Sache für die Italiener bereits gelaufen zu sein. Doch dann verkürzte Antonio Di Natale in der 81. Minute auf 2:1, bevor Kamil Kopunek in der 89. Minute die Führung für die Slowakei wieder auf 3:1 ausbauen konnte. Fabio Quagliarella gelang dann zwar in der Nachspielzeit noch der 3:2-Anschlusstreffer. Doch das reichte nicht.

"Azzurri, Lebewohl zur Weltmeisterschaft", schrieb die größte Tageszeitung "Corriere della Sera" in ihrer Online-Ausgabe. Nun zieht Paraguay als Gruppenerster, die Slowakei als Zweiter in die K.O.-Runde.

APN / APN

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