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WM-Orakel: Spanier wollen "Pulpo Paul" kaufen

Ein spanisches Dorf hat mehrere tausend Euro gesammelt und will damit den inzwischen weltberühmten Tintenfisch "Paul" kaufen. Allerdings soll das WM-Orakel, dass den Sieg der Spanier gegen das DFB-Team vorausgesagt hatte, nicht verspeisen, sondern damit Touristen anlocken.

Spanische Geschäftsleute wollen Orakel Paul kaufen. Sie bieten 30.000 Euro, um den weltberühmten Kraken zum Maskottchen eines Gastronomiefestes zu machen, bei dem Spezialitäten aus Tintenfisch im Mittelpunkt stehen. Das Fest findet alljährlich im August in der kleinen Ortschaft Carballiño nahe Orense im nordwestspanischen Galicien statt. Die Idee, Paul als Werbefigur zu erstehen, stammt von Bürgermeister Carlos Montes. Er hofft, somit mehr Besucher anziehen zu können.

Die Unternehmer des 14.000 Einwohner zählenden Ortes legten zusammen und kamen so auf die 30.000 Euro. "Wir wollen Paul nicht aufessen", sagte Manuel Pazo, der dort einen Fischereibetrieb besitzt. "Er soll auch weiter Fußballergebnisse tippen, zum Beispiel die unserer Toto-Gemeinschaft." Sollte das Aquarium in Oberhausen Paul nicht verkaufen wollen, hoffen die Geschäftsleute darauf, ihn zumindest für das Fest am 8. August ausleihen zu können.

In Galicien ist Tintenfisch ("pulpo") das Nationalgericht. Am bekanntesten ist der "pulpo á feira": Gekochter Tintenfisch in Scheiben, gewürzt mit rotem Paprikapulver und grobem Salz. Serviert wird er mit einem kräftigen Schuss Olivenöl. "Pulpo Paul" ist in Spanien zu einem Medienstar geworden, vor allem nachdem er den Halbfinal-Sieg der "selección" gegen Deutschland vorhersagte. Das Orakel sieht Spanien zudem als künftigen Weltmeister.

DPA / DPA

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