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WM 2014 Argentinien blamiert sich gegen Venezuela


Venezuela hat am zweiten Spieltag der WM-Qualifikation in Südamerika für einen Paukenschlag gesorgt. Dank des Treffers von Fernando Amorebieta feierte der Gastgeber einen historischen Erfolg und gewann erstmals gegen Argentinien.

Als Fernando Amorebieta in der 52. Minute nach einer Ecke von Kapitän Juan Arango zum Kopfball hochstieg und den 1:0-Siegtreffer gegen Argentinien erzielte, kannte der Jubel im vollbesetzten Anzoátegui-Stadion in Puerto La Cruz keine Grenzen mehr. Zum ersten Mal war Venezuela dadurch überhaupt ein Sieg über den zweimaligen Weltmeister geglückt.

"Wir geben in diesen Qualifikationsspielen alles“, jubelte Arango laut reuters. "Das ist eine historische Nacht, die wir genießen müssen.“ Möglich machte den Erfolg gegen die insgesamt blassen Argentinier, die zu keinem Zeitpunkt an ihre starke Leistung vom 4:1-Sieg über Chile hatten anknüpfen können, aber nicht nur das Tor von Amorebieta, sondern auch Keeper Mariano Andujar, der mit guten Paraden den Sieg festhielt.

"Wir waren in den ersten 25 Minuten überlegen“, resümierte Argentiniens Coach Alejandro Sabella, der seine erste Niederlage im Amt kassierte, laut timesofindia.com. "Aber wir haben uns gegen ein gut eingestelltes Venezuela sehr schwer getan. Es wird ein langer, harter Weg für uns. Wir werden hart arbeiten müssen, um das, was heute passiert ist, zu verdauen.“

Kolumbien gewinnt in der Höhe von La Paz

Ebenfalls Geschichte schrieb Kolumbien, denen mit 2:1 der allererste Sieg gegen Bolivien in der Höhe von La Paz in einer WM-Qualifikation glückte. Entscheidender Mann war Radamel Falcao (90.+2), der als Joker in die Partie gekommen war und nur 14 Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit den wichtigen Sieg unter Dach und Fach brachte.

Zuvor hatte alles nach einer Punkteteilung ausgesehen. Dorlan Pavóns (48.) Führungstreffer für Kolumbien hatte Walter Flores (84.) kurz vor dem Ende ausgleichen können und die Hoffnungen auf den ersten Punkt für die Hausherren genährt. Doch dann stach Falcao zu.

Chile rettet Coach den Hals

Chile zeigte sich derweil von der jüngsten Klatsche gegen Argentinien gut erholt. Gegen Peru rehabilitierte sich das Team in Santiago mit einem 4:2-Erfolg und rettete seinem in der Kritik stehenden Coach Claudio Borghi erstmal den Job.

Es war ein bis zum Ende offenes Spiel, obwohl Chile durch Treffer von Waldo Ponce (2.), Eduardo Vargas (18.) und Gary Medel (47.) schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Doch Peru steckte nicht auf, bedrängte die Gastgeber und kam durch Claudio Pizarro (49.) und Jefferson Farfán (59.) tatsächlich noch einmal auf 2:3 heran.

Doch die Freude darüber währte nur wenige Minuten, bis Chiles starker Spielmacher Jorge Valdivia im Strafraum der Gegner gefoult wurde und Humberto Suazo (64.) mit dem fälligen Strafstoß alles klar machte.

Uruguay übernimmt Tabellenspitze

Die Tabellenführung übernahm derweil Uruguay, das sich in Montevideo mit 1:1 von Paraguay trennte, mit vier Punkten. Diego Forlan (67.) hatte die Celeste in Führung geschossen. Der erste Auswärtssieg Uruguays in der WM-Qualifikation über Paraguay war zum Greifen nahe, Paraguays Richard Ortiz (90.+1) verdarb in der Nachspielzeit mit dem Ausgleichstreffer aber die Hoffnung auf noch mehr Historisches.

Malte Asmus

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