Nach seiner Festnahme wegen Korruptionsvorwürfen ist für den bolivianischen Ex-Präsidenten Luis Arce Untersuchungshaft angeordnet worden. Arce sei vorerst in der Strafanstalt von San Pedro de La Paz unterzubringen, entschied Richter Elmer Laura am Freitag (Ortszeit) in einer Online-Anhörung. Im Anschluss brachte eine Polizeieskorte den Ex-Staatschef dorthin. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Monate U-Haft für Arce beantragt, nachdem er am Mittwoch festgenommen worden war.
Mit der Amtseinführung des neuen Präsidenten Rodrigo Paz geht in Bolivien eine 20-jährige Ära linksgerichteter Regierungen zu Ende. Der wirtschaftsfreundliche Christdemokrat legte am Samstag im Parlament in La Paz seinen Amtseid ab. Kurz darauf kündigten Bolivien und die USA die Wiederaufnahme ihrer seit 17 Jahren eingeschränkten diplomatischen Beziehungen auf Botschafter-Ebene an. Bolivien befindet sich zum Zeitpunkt des Machtwechsels in der schwersten Wirtschaftskrise seit 40 Jahren.
Der wirtschaftsfreundliche Christdemokrat Rodrigo Paz hat sein Amt als neuer Präsident von Bolivien angetreten. Der 58-Jährige legte am Samstag im Parlament in La Paz seinen Amtseid ab. Damit endet eine 20-jährige Zeit linksgerichteter Regierungen in dem südamerikanischen Land, das sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit 40 Jahren befindet.
In Bolivien gehen zwei Jahrzehnte linksgerichteter Regierungen zu Ende: Der christdemokratische Senator Rodrigo Paz hat die Präsidentschaftswahl in dem Andenstaat gewonnen. Paz holte am Sonntag in der Stichwahl gegen seinen rechtsgerichteten Konkurrenten Jorge "Tuto" Quiroga 54,6 Prozent der Stimmen, wie die bolivianische Wahlbehörde nach Auszählung von knapp 98 Prozent der Stimmen mitteilte. Angesichts der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 40 Jahren steht Paz vor großen Herausforderungen.
In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Bolivien hat überraschend der christdemokratische Senator Rodrigo Paz die meisten Stimmen geholt. Er tritt nun in einer Stichwahl am 19. Oktober gegen den rechtsgerichteten Ex-Präsidenten Jorge "Tuto" Quiroga an, der laut den am Sonntagabend (Ortszeit) von der Wahlbehörde veröffentlichten Ergebnissen auf dem zweiten Platz landete. Die seit 20 Jahren in dem südamerikanischen Land herrschende Linkspartei MAS erlitt bei der Wahl eine schwere Niederlage.