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Mertesacker blafft ZDF-Reporter an: "Wat wolln Se? Ich versteh die ganze Fragerei nicht"

In England nennen Fans Per Mertesacker "Big Fucking German" und rühmen eigentlich seine Qualitäten als Verteidiger. Ein ZDF-Reporter musste erfahren, dass vielleicht noch etwas anderes gemeint ist.

Es war ein ehrlicher, authentischer Moment inmitten eines Milliardengeschäfts, wo Journalisten die immergleichen Fragen stellen und Spieler die immergleichen Floskeln absondern. Doch ZDF-Mann Boris Büchler und Nationalspieler Peer Mertesacker wollten da nicht mitspielen. Nach dem WM-Achtelfinalspiel, das Deutschland nur mit Mühe und Not gegen Algerien gewann, nahm sich Büchler die Freiheit, kritische Fragen zu stellen. Mertesacker reagierte pikiert: "Es ist mir völlig wurscht, wir sind jetzt unter den letzten Acht, und das zählt. (...) Was wollen Sie jetzt von mir?" Und dann der Satz, der in kürzester Zeit Kultstatus erlangen sollte: "Ich leg mich erstmal drei Tage in die Eistonne, dann analysieren wir das Spiel und dann sehen wir weiter."  Die Krönung: Der "11 Freunde"-Remix, der Mertesackers Sätze mit Vanilla Ices "Ice Ice Baby" zusammenführt.

Es war ein ehrlicher, authentischer Moment inmitten eines Milliardengeschäfts, wo Journalisten die immergleichen Fragen stellen und Spieler die immergleichen Floskeln absondern. Doch ZDF-Mann Boris Büchler und Nationalspieler Peer Mertesacker wollten da nicht mitspielen. Nach dem WM-Achtelfinalspiel, das Deutschland nur mit Mühe und Not gegen Algerien gewann, nahm sich Büchler die Freiheit, kritische Fragen zu stellen. Mertesacker reagierte pikiert: "Es ist mir völlig wurscht, wir sind jetzt unter den letzten Acht, und das zählt. (...) Was wollen Sie jetzt von mir?" Und dann der Satz, der in kürzester Zeit Kultstatus erlangen sollte: "Ich leg mich erstmal drei Tage in die Eistonne, dann analysieren wir das Spiel und dann sehen wir weiter."
Die Krönung: Der "11 Freunde"-Remix, der Mertesackers Sätze mit Vanilla Ices "Ice Ice Baby" zusammenführt.

Es ist kurz nach der Achtelfinal-Partie der deutschen Nationalmannschaft. ZDF-Reporter Boris Büchler steht in den Katakomben bereit für die ersten Interviews. "Stimmen zum Spiel" nennt man das auch. 120 Minuten lang hatte das deutsche Team zuvor auf dem Platz gegen Algerien um den Einzug ins Viertelfinale dieser WM gekämpft. 90 kräftezehrende Minuten, plus 30 Minuten Verlängerung. Erst dann konnte sich die DFB-Elf nach einer fehlerhaften Partie mit einem knappen 2:1 durchsetzen.

Die Interviews direkt nach dem Spiel sind Routine - für die Reporter und für die Spieler. Meist stellt der TV-Mann eine belanglose Frage, und der Fußball-Profi gibt eine noch belanglosere Antwort - eigentlich. Doch dieses Interview ist anders. Denn auf die Frage, wie sich Per Mertesacker die schwache Vorstellung seines Teams erklärt, gibt dieser die einzig richtige Antwort: "Is' mir völlig Wurscht. Wir sind jetzt unter den letzten Acht - und das zählt!"

Eigentlich hätte Reporter Büchler bei dieser Antwort ahnen können, dass eine weitere Nachfrage nach der vermeintlich schlechten Leistung nicht die cleverste Idee sein könnte. Dennoch hakt er weiter nach - und provoziert so folgende Reaktion:

Für seine flammende Rede wird der Verteidiger jetzt im Netz gefeiert und kündigt an: "Ich lege mich jetzt erstmal drei Tage in die Eistonne!" Gegönnt sei es ihm.

Andrea Suhn
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