HOME

Berater des PSG-Stars verrät: Schlecht bei Kopfbällen? "Er ist zu schön dafür"

Gerade erst sorgte Zlatan Ibrahimovic mit einem Ausraster für Empörung in Frankreich. Nun bringt sein Berater eine kuriose Aussage des PSG-Stars ans Licht.

Zlatan Ibrahimovic war mit der Spielleitung von Lionel Jaffredo nicht wirklich einverstanden

Zlatan Ibrahimovic war mit der Spielleitung von Lionel Jaffredo nicht wirklich einverstanden

Dass Zlatan Ibrahimovic gerne polarisiert und mit markigen Sprüchen um sich wirft, ist mittlerweile bekannt. Nun hat sein Berater Mino Raiola in der französischen Zeitung "L'Equipe" mit Aussagen über den schwedischen Superstar für Aufsehen gesorgt. Über die vermeintliche fußballerische Schwäche des PSG-Stars, das Kopfballspiel, sagte Raiola im Interview: "Zlatan sagt, er ist zu schön. Er will seinen Kopf nicht nehmen aus Angst, dass er ihn beschädigen könnte."

Dass Ibrahimovic mit seiner Körpergröße eigentlich prädestiniert für das Kopfballspiel wäre, interessiert seinen Berater nicht. "Zlatan ist einmalig auf der Welt. Es gibt keinen Spieler, der 1,96 Meter groß ist, die Technik von Messi, den Charakter von Muhammad Ali und die Kraft von Mike Tyson hat", sagte Raiola.

"Ich habe nur über Fußball geredet"

Erst vor wenigen Tagen war Ibrahimovic nach einem Ausraster in die Schlagzeilen geraten. Nach dem 2:3 von Paris Saint-Germain bei Girondins Bordeaux in der Ligue 1 beschimpfte er die Grande Nation am Sonntag auf Englisch als "shit country".

"Schockierend", meinte nicht nur Éric Borghini, der Präsident der französischen Schiedsrichterkommission. Die Welle der Erregung erreichte sogar die Regierung in Paris. "Die Enttäuschung von Ibrahimovic rechtfertigt nicht die beleidigenden Äußerungen gegenüber dem Schiedsrichter und dem Land, das ihn aufnimmt. Er muss sich entschuldigen", forderte der Minister für Stadtentwicklung, Jugend und Sport, Patrick Kanner, auf Twitter.

Nachdem der Schwede auf der Homepage seines Vereins so etwas wie eine Entschuldigung versucht und beteuert hatte, er habe "nur" das Schiedsrichtergespann um Referee Lionel Jaffredo gemeint, glätteten sich die Wogen ein wenig. "Ich habe über Fußball und über nichts anderes geredet", beteuerte Ibrahimovic. Er habe "weder Frankreich noch die Franzosen gemeint". Die Entschuldigung sei "willkommen", antwortete Minister Kanner.

Ausraster des Schweden fast schon legendär

Was war passiert? In der 87. Minute hatte der Unparteiische Jaffredo Proteste der PSG-Spieler ausgelöst, als er Bordeaux-Torwart Cédric Carrasso einen unerlaubten Rückpass eines Teamkollegen mit beiden Händen aufnehmen ließ, ohne zu pfeifen. Kurz zuvor hatte Ibrahimovic seinen Doppelpack für PSG perfekt gemacht - trotz des Treffers zum zwischenzeitlichen Anschluss hatte sein Club aber verloren.

Im Kabinengang schimpfte Ibrahimovic anschließend in Richtung Schiedsrichter: "Ich spiele schon 15 Jahre Fußball und habe nie einen solchen Schiedsrichter gesehen wie in diesem Scheiß-Land. Dieses Land verdient PSG nicht."

Die Ausraster von Ibrahimovic auf dem Platz und außerhalb der Stadien sind fast schon legendär. Erst vor wenigen Tagen war der 33-Jährige beim Champions-League-Rückspiel von PSG beim FC Chelsea des Feldes verwiesen worden. Mit vier Roten Karten führt er nun die "ewige" Sünderkartei der Königsklasse an. Die Franzosen zogen dennoch dank eines 2:2 nach Verlängerung ins Viertelfinale ein.

In Barcelona legte sich Ibrahimovic einst mit Coach Pep Guardiola an und bezeichnete den heutigen Bayern-Trainer unter anderem als "feige".

tob/DPA / DPA

Wissenscommunity