VG-Wort Pixel

Grand Prix in Bahrain Umstrittenes Rennen startet doch


Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erklärt die Diskussion um den Start im Golfstaat Bahrain für beendet. Zuvor hagelte es Sicherheitsbedenken wegen blutig niedergeschlagener Demonstrationen.

Das umstrittene Formel-1-Rennen in Bahrain findet allen Sicherheitsbedenken zum Trotz statt. Der Automobilweltverband FIA entschied am frühen Freitagmorgen, den für den 22. April geplanten vierten WM-Saisonlauf wie geplant durchführen zu lassen. "Nach aktuellen Informationen ist bestätigt, dass angemessene Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um den WM-Lauf in Bahrain stattfinden zu lassen", teilte die FIA in einer Erklärung mit.

Zuvor hatte es mehrere Forderungen nach einer Renn-Absage, unter anderem von Amnesty International, gegeben. Im Golfstaat kam es wegen der anhaltenden Proteste für mehr Reformen zuletzt wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Bereits 2011 war der Grand Prix wegen blutiger Unruhen abgesagt worden. In diesem Jahr wollten Streckenbetreiber und Regierung dies aber vermeiden.

Bernie Ecclestone: "Alle sind glücklich."

Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone erklärte die Diskussionen unterdessen für beendet. Nach der FIA-Entscheidung holte sich Ecclestone in Shanghai auch die Zustimmung der Teamverantwortlichen. "Alle sind glücklich. Wir haben überhaupt keine Probleme gehabt", meinte der 81-Jährige nach dem Treffen am Rande des Großen Preises von China.

Angesichts der lebhaften Debatte in den vergangenen Tagen, ob man wegen der politischen Lage das Rennen nicht wie 2011 besser absagen sollte, sagte Ecclestone: "Das ist ein Problem, das von den Medien diskutiert wurde. Sie haben aber keine Ahnung, was da wirklich passiert. Das ist das Problem."

Schumacher und Vettel sind sich der Unruhen bewusst

Vor dem Großen Preis von China am Sonntag war der Druck auf den Automobilverband und seinen Chef Jean Todt gewachsen, eine Entscheidung zu treffen, da die Teams unmittelbar nach dem Rennen in Shanghai nach Bahrain aufbrechen müssten.

Die Fahrer hatten Aussagen weitestgehend vermieden und an die FIA verwiesen. Michael Schumacher (Mercedes) und Mark Webber (Red Bull) hatten sich dagegen klar geäußert. "Ich bin sicher, dass sie dort alles dafür tun, dass wir keine Probleme haben werden", hatte Schumacher gesagt. Man könne nicht ignorieren, "dass wir alle im Hinterkopf haben, dass wir nicht in die Unruhen involviert werden wollen", hatte sich Sebastian Vettels Teamkollege Webber geäußert.

iml/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker