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New York: 5649 Mal um denselben Straßenblock - das ist der längste und irrste Marathon der Welt

Ein Marathon, das reicht manchen Läufern längst nicht mehr aus. In New York findet deshalb gerade wieder das krasseste Dauerrennen der Welt statt. Die Läufer umrunden dabei fast 5000 Kilometer lang immer wieder denselben Straßenblock - und hoffen so, Erleuchtung zu finden.

Ein Marathon Läufer von hinteh

Mit einem klassischen Rennen hat das "3100 Mile Race" wenig gemein (Symbolbild)

Getty Images

42 Kilometer Marathon - für viele Läufer ist das ein lange angestrebtes Ziel und der Höhepunkt der Sportkarriere. Doch dann gibt es da noch die Extremläufer, die auch mal Hunderte Kilometer zurücklegen. Einige von ihnen laufen aktuell wieder das längste Rennen der Welt: 3100 Meilen, also 4988,966 Kilometer, legen sie dabei zurück. Das Besondere: Sie laufen immer wieder um denselben Straßenzug.

Diese Strecke lässt sich natürlich nicht an einem Tag zurücklegen. Das "Self-Transcendence 3100 Mile Race" genannte Rennen ist auf 52 Tage angelegt, jeden Tag werden die aktuellen Stände auf einer Webseite gesammelt. Von sechs Uhr morgens bis Mitternacht dürfen die Teilnehmer laufen, dazwischen müssen sie schlafen, essen, duschen und die wunden Füße versorgen. Im Klartext heißt das: Wer das Rennen schaffen will, hat täglich 18 Stunden, um gut 100 Kilometer zurückzulegen. Im Durchschnitt wohlgemerkt. 

Laufen zur Erleuchtung

Ausgedacht hat sich das jährliche Rennen 1997 der indische Guru Sri Chinmoy. Der in New York lebende Spiritualist sah Sport als eine Form an, um Erleuchtung zu gelangen. Deshalb wählte er auch die ungewöhnliche Laufroute. Statt wie andere Extremläufe durch ganze Regionen zu führen, umkreisen die Teilnehmer des 3100-Meilen-Laufs immer wieder denselben Straßenblock in Queens. Wochenlang. Durch die Monotonie sollen sie sich ganz auf sich selbst konzentrieren können, so die Idee. 

Tatsächlich berichteten gleich mehrere Läufer gegenüber der "BBC" von solch spirituellen Erlebnissen. "Ich sah mich selbst vor mir laufen", erzählt Teilnehmerin Yolanda Holder. "Es war gruselig. Als ich mich das nächste Mal sah, rief ich mir selbst zu - ' du schaffst das, Mädchen'" Andere berichteten Ähnliches. "Ich werde zum Zombie. Ich bin ganz in meiner Welt. Ein Helfer sagte mir mal: 'Du hast seit drei Stunden nicht gesprochen'", so ein anderer Läufer.

Ungeahnte Herausforderungen

Der Rekord für den irren Lauf liegt aktuell bei 40 Tagen, neun Stunden und sechs Minuten. Der finnische Postbote Ashprihanal Aalto stellte ihn 2015 auf, verdrängte damit den deutschen Extremläufer Wolfgang Schwerk nach neun Jahren vom ersten Platz. Beide haben das Rennen schon mehrfach zurückgelegt, insgesamt haben in den 22 Jahren seit dem Start nur 43 Personen bis zum Ende durchgehalten.

Die Herausforderung durch das ewige Laufen ist groß. Die Läufer verschleißen während eines Rennens Dutzende Paar Schuhe, kämpfen mit ungeahnten Schmerzen. Auch das Essen ist eine Herausforderung. Gut 10.000 Kalorien müssen die Läufer täglich zu sich nehmen, viele davon beim Laufen. Einer schwört auf drei Liter Eiskrem, sagte er der "BBC", ein anderer ist nach jeder Runde kleine Happen. "Ich bin mal mit einer Tüte Chips in der Hand gelaufen", erinnert sich Rekordhalter Aalto. "Ein Passant sah das und rief: 'Du willst mich wohl verarschen!'"

Trotz der gigantischen Leistung ist die Anerkennung der Gesellschaft eher gering. Obwohl der Lauf jedes Jahr stattfindet, ist die Zahl der Zuschauer und Helfer klein. Selbst die Straßen werden nicht gesperrt. Die Läufer müssen Passanten und Kindern, die aus der Highschool kommen, ausweichen. Als Preis winkt höchstens ein T-Shirt. "Die Belohung ist eher innerlich", fasst ein Sportler seine Motivation zusammen. Aalto durfte immerhin mal die finnische Präsidentin treffen. "Sie umarmte mich."

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mma
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(