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Robert Pope bei London Marathon: Der wahre Forrest Gump stellte einen neuen Weltrekord auf

Rob Pope läuft gern. Fast könnte man glauben, der Brite MUSS laufen – so wie Forrest Gump. Der Film inspirierte ihn, die gesamte Route der Romanfigur nachzulaufen. Am Sonntag trat Rob beim London Marathon an und beeindruckte mit seiner Zeit.

Robert Pope im Titelbild seine Facebook-Accounts vor US-Kulisse

Er lief "wie der Wind", schrieb Robert Pope nach dem London Marathon auf seiner Facebook-Seite. Nicht nur das: Im Forrest-Gump-Outfit lief er "Bestzeit in einem Filmkostüm" – und alles für den guten Zweck.

Nachts arbeitet er als Nottierarzt, tagsüber läuft er, und das seit Jahren. Robert Pope rennt aber nicht etwa zehn Kilometer vor dem Frühstück, wie man es vielleicht von seinen eigenen verrückten Freunden aus Erzählungen kennt. Rob läuft im Schnitt jeden Tag mehr als einen Marathon – und wurde damit immer mehr zu dem Mann, der ihn dazu inspirierte: Forrest Gump. Dessen Route durch die USA vollendete er im September 2017, rund 25.000 Kilometer in 409 Tagen, von Küste zu Küste zu Küste. Immer für den guten Zweck. Und für den trat er am Sonntag auch in klassischer Forrest-Gump-Klamotte beim London Marathon an und erzielte damit einen neuen Weltrekord: den "schnellsten Marathon im Kostüm eines Filmcharakters", wie Guinness World Records twitterte.

Robert Pope kommt aus dem englischen Liverpool und nicht wie Forrest Gump aus Greebow, Alabäääma. Die Idee, durch die USA zu laufen hatte er bereits vor 15 Jahren, berichtet "Ladbible". "Ich habe ein paar Mal halbherzig begonnen, eine Route auszuarbeiten. Nachdem ich dann eines Abends 'Forrest Gump' gesehen hatte, ging mir ein Licht auf", erzählt der Brite. "Meine Mutter, die leider nicht mehr unter uns ist, hat mich immer dazu angehalten, etwas im Leben zu machen, das von Bedeutung ist. [...] Ich bin mir sicher, sie wäre stolz gewesen."

Unterstützung von allen Seiten

Seine Freundin Nadine und seine Familie versuchten nicht, Rob von seiner Mission abzuhalten. "Sie hatten wohl seit geraumer Zeit erwartet, dass ich was Verrücktes mache", sagt er. Der Lauf kreuz und quer durch die war für ihn oft schmerzhaft. Neben so mancher Verletzung waren es auch Einsamkeit und extreme Temperaturunterschiede, die es schwieriger machten, sein ambitioniertes Ziel zu erreichen. Erschöpfung, Muskelrisse und Entzündungen der Achillessehne folgten auf den ersten Zusammenbruch. "Die Reise war unglaublich beschwerlich, ich hatte größere Verletzungen und sogar eine Lebensmittelvergiftung", erinnert sich Rob. "Nach nur 400 Meilen brach ich schon mit der ersten Verletzung, einer Sehnenentzündung im Schienbein, an einer Tankstelle vor einem armen Verkäufer zusammen."

Als ein grundsätzlich positiv eingestellter Mensch, habe er sich aber stets auf das Ziel konzentriert, "aufzugeben kam nie infrage".

Now you wouldn't believe me if I told you, but I could run like the wind blows. 2:36:28 WR. Never thought I'd write...

Gepostet von Run Robla Run - Going The Distance am Sonntag, 22. April 2018

Der Marathon in London dürfte für Rob eine Kleinigkeit gewesen sein. Dennoch war er von sich selbst überrascht, wie er anschließend twitterte: "Ich konnte laufen wie der Wind", schrieb er. Die Projekte, für die Rob Spenden sammelt, sind die internationale Natur- und Umweltschutzorganisation WWF und die Friedensorganisation Peace Direct.

Welches Ziel Rob als Nächstes anvisiert, hat er noch nicht verlauten lassen. Vermutlich ist es bald auf seiner Facebook-Seite nachzulesen.

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