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Bobby Wagner Aus vollem Lauf: NFL-Spieler macht mit Flitzer kurzen Prozess

Bobby Wagner von den Los Angeles Rams tackelt einen Flitzer mitten auf dem Feld
Kurzer Prozess: Bobby Wagner tackelt einen Flitzer mitten auf dem Feld
© Terry Schmitt / Picture Alliance
Das Montagabendspiel in der NFL genießt große Aufmerksamkeit: Football zur Hauptsendezeit wollen sich viele nicht entgehen lassen. Ein Flitzer wollte diese Aufmerksamkeit für seine Sache nutzen, die Aktion fand aber ein abruptes Ende.

Es war eine ungewöhnliche Szene, die sich beim Montagabendspiel in der US-Profiliga NFL abspielte. Beim kalifornischen Duell der San Francisco 49ers gegen den amtierenden Super-Bowl-Champion, die Los Angeles Rams, war kurz vor der Pause ein Flitzer aufs Spielfeld gerannt. Der junge Mann schwenkte dabei eine Fackel und entkam der Security, nicht aber Bobby Wagner. Der 32-Jährige spielt als Middle-Linebacker in der Defensive der Rams, kennt sich mit harten Tackles aus und machte mit dem Flitzer kurzen Prozess. Als dieser einen Haken schlug, rammte ihn Wagner, in der Statistik der NFL mit einem Gewicht von 110 Kilogramm geführt, kurzerhand um – unter dem Johlen der Zuschauer in San Francisco. 

"Es ging mir darum, uns alle zu schützen", erklärte der 32-Jährige nach dem Spiel. Man wisse nie, was im Kopf eines Fans vorgehe und was sie vielleicht in ihren Taschen tragen würden. "Es sah für mich so aus, als ob eine Person auf der anderen Seite des Spielfelds verletzt worden sei und die Security sah so aus, als hätte sie Probleme, den Typen einzufangen. Ich war so frustriert, da habe ich es an ihm ausgelassen", so Wagner gegenüber dem Sportsender ESPN.

NFL: Tierschutzorganisation unterbricht Spiel

Die beiden ehemaligen NFL-Stars und aktuellen TV-Moderatoren Peyton und Eli Manning nahmen den Vorfall mit Humor. "Bobby Wagner ist ein Veteran in der Liga und das ist ein routinierter Spielzug: Bring ihn zu Boden, zieh dich zurück und lass andere die Situation übernehmen", moderierten die beiden Brüder die Wiederholung. Im US-Fernsehen war die Aktion zunächst nicht zu sehen, die Fernsehanstalten zeigten statt der Aktion zunächst einzelne Spieler mit irritierten Blicken.

Nach Wagners Tackle wurde der Flitzer vom Sicherheitsdienst abgeführt. Später bekannte sich die Tierschutzorganisation Direct Action Everywhere zu der Aktion, die auf eine weitere Tierschutzorganisation aufmerksam machen wollte. Diese unterstützt Whistleblower, denen eine Gefängnisstrafe droht, sollten sie den Missbrauch von Tieren auf Farmen publik machen. Bereits vor der Unterbrechung kurz vor der Halbzeitpause war eine Frau ebenfalls in den Innenraum gelangt, jedoch von der Security schnell eingefangen worden. Direct Action Everywhere veröffentlichte nach dem Spiel ein Foto der beiden Aktivisten, bei dem der von Wagner gestellte Flitzer einen Verband am Arm trug. Es gehe den beiden aber gut, versicherte die Organisation. Weniger erfolgreich lief der Abend im Anschluss für Wagner und die Rams, die in San Francisco 9:24 verloren.

Quellen: ESPN, CNN

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