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Olympia in Vancouver: Funktionär unterstellt Kumaritaschwili Fahrfehler

Der deutsche Trainer der kanadischen Rodler, Wolfgang Staudinger, hat den Olympia-Eiskanal in Whistler verteidigt und dem am Freitag tödlich verunglückten Georgier Nodar Kumaritaschwili massive Fahrfehler unterstellt.

Der Tod des Georgiers Nodar Kumaritaschwili erhitzt in Vancouver weiter die Gemüter der Offiziellen. Der deutsche Coach der kanadischen Rodler, Wolfgang Staudinger, lässt Kritik am Eiskanal nicht gelten: "Zu 100 Prozent. Er muss in der Kurve 16 einen riesengroßen Fahrfehler begangen haben. Mit der Bahn hatte der Unfall nichts zu tun", sagte Staudinger.

Zuvor hatten nach einer Begehung des Eiskanals und nach Ansicht der Videobänder bereits die technischen Offiziellen der FIL "Mängel an der Bahn" als Unfallursache definitiv ausgeschlossen. Außerdem erklärten der Weltverband und das Organisationskomitee VANOC in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass dem tödlichen Sturz ein Fahrfehler des georgischen Rodlers vorangegangen war.

Auch die Kritik, die Teams hätten vor Olympia zu wenige Probeläufe auf der Todesbahn absolvieren können, wies Staudinger als Coach der Gastgeber zurück: "In Turin 2006 sollten wir 35 Trainingsläufe haben. Es waren aber nur 15. In Whistler hatte jeder 40. Deshalb gibt es nichts zu bereuen." Dass die Bahn nach dem tödlichen Unglück verkürzt wurde, ist Staudinger ebenfalls ein Dorn im Auge. "Wir waren alle bereit, von ganz oben zu starten. Dann hätten wir unseren Heimvorteil sicher ausspielen können", sagte Staudinger, der Rennrodeln als "ernsthaftes Geschäft" bezeichnete: "Wenn Kinder mit einem Teppich einen kleinen Berg hinunterfahren, dann ist das etwas anderes."

SID/kbe

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