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Goldmedaillengewinner im Speerwurf: Thomas Röhler wirft sogar ein Streichholz 32 Meter weit

Es ist eine Medaille von sporthistorischer Bedeutung für Deutschland: Thomas Röhler holt nach 44 Jahren erstmals wieder Speerwurf-Gold für Deutschland. Ein versöhnlicher Abschluss für die gebeutelten Leichtathleten.

Olympia Gold Speerwurf Thomas Röhler

Schwarz-rot-goldener Jubel: Thomas Röhler holt bei Olympia in Rio sensationell Speerwurf-Gold für Deutschland

Versonnen blickte Thomas Röhler auf die Goldmedaille, die um seinen Hals hing, und sagte - voller Staunen und Stolz - als erstes diesen Satz: "Seit 44 Jahren hat Deutschland wieder einen Speerwurf-Olympiasieger." Die sporthistorische Bedeutung seines Gold-Coups war dem 24-Jährigen aus Jena schnell bewusst. 1972 in München war Klaus Wolfermann zuletzt dieses Kunststück gelungen.

Nun setzte Röhler einen glanzvollen Schlusspunkt am letzten Leichtathletik-Abend im Olympiastadion von Rio de Janeiro und bescherte dem zeitweise schwer gebeutelten deutschen Team den zweiten Sieg nach Diskuswerfer Christoph Harting.

Thomas Röhler: 90,30 Meter im fünften Durchgang

Ob er Wolfermann denn kenne, wurde Röhler gefragt, als er in den Katakomben auftauchte. "Ich hab' ihn schon mal gesehen, mal gegrüßt. Er hat mir mal zugewunken. Aber geredet habe ich nicht mit ihm." In der Pressekonferenz wurde der Goldmedaillengewinner fälschlicherweise als erster deutsche Speerwurf-Olympiasieger seit 1936 vorgestellt. Da grinste Röhler die Journalisten an.


Im fünften Durchgang hatte der WM-Vierte von 2015 sein 800 Gramm schweres Wurfgerät auf 90,30 Meter geschleudert. Strahlend winkte er nach seinem letzten Versuch ins Publikum und ließ sich auf einer Ehrenrunde mit der deutschen Fahne um die Schultern feiern. "Ich hatte schon beim Aufstehen ein super Gefühl. Es war ein super Jahr - das ist die Krönung", sagte Röhler.

Er war als Weltjahresbester mit 91,28 Metern angereist, jagte aber lange der Führungsweite von Julius Jego nach, der 88,24 Meter vorgelegt hatte. Am Ende ging Silber an den Weltmeister aus Kenia, der sich allerdings mit den eigenen Spikes an der Wade verletzte und die letzten zwei Würfe nicht mehr absolvieren konnte.

Bronze gewann vier Jahre nach seinem Sensations-Olympiasieg in London Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago mit 85,38 Metern. Johannes Vetter aus Offenburg freute sich über seinen vierten Platz und schwärmte vom neuen Olympiasieger: "Einfach bombastisch! Er hat es sich wirklich verdient nach dem Jahr."

Bei der WM vor einem Jahr in Peking hatte Röhler die Bronzemedaille nur um 23 Zentimeter verfehlt. Bei der EM im Juni in Amsterdam war er wegen eines Muskelfaserrisses im Rücken nur Fünfter geworden. In der Qualifikation in Rio hielt er sich bewusst zurück: "Es war ein Risky-Plan, aber er hat voll funktioniert."

Und dann verriet der Thüringer, wie er seine weiten Würfe plant. Vor der Ausscheidung war er im Stadion, hat Fotos gemacht und sich eine Stelle ausgesucht, die er anpeilt: "Wir arbeiten viel mit Punkten. Ich suche mir einen Punkt, den ich anvisiere." Welcher das diesmal war? "Eine Treppe - oder was weiß ich. Sie können ja suchen gehen", meinte er lachend.

Olmypia in Rio: Speerwurf-Training mit Streichhölzern

Genauso geht Röhler vor, wenn er dem Hobby vieler Speer-Asse nachgeht: Streichholzwerfen - mit gaaanz viel Gefühl. "Ich habe schon 32 Meter geworfen", verriet er in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wenn man das Streichholz an der richtigen Stelle anpacke, an seinem Schwerpunkt, und wenn man Wurfgefühl habe, dann sei es möglich, es so weit zu werfen. "Es fängt an zu fliegen wie ein Speer. Die Kunst ist, so wenig Kraft wie möglich einzusetzen. Man wirft es ähnlich wie einen Dart-Pfeil."

Uwe Hohn, der Hundert-Meter-Werfer mit dem alten Speer, soll einen persönlichen Rekord von 34 Metern haben. Klaus Wolfermann könnte Röhler nun mal fragen, wenn sich die beiden bisher einzigen deutschen Olympiasieger in dieser klassischen Disziplin treffen sollten. Den Film von Wolfermanns Triumph 1972 kennt Röhler natürlich. Das brachte ihn aber nicht groß weiter: "Das war ein alter Speer. Das können wir uns inhaltlich nicht ansehnen, das würde uns nicht helfen." 

Ulrike John / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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