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Die Olympia-Nacht: Silber und Bronze! Happy End für Snowboarder dank Selina Jörg und Ramona Hofmeister

Lange haben sie warten müssen, am vorletzten Tag gab's dann doch noch Edelmetall für das deutsche Snowboarderteam. Auch die deutschen Vierbobs sind auf Medaillenkurs. Der Olympia-Überblick.

Deutsche Snowboarderinnen Selina Jörg und Ramona Hofmeister gewinnen Silber und Bronze - Jubel in Schwarz-Rot-Gold

Jubel in Schwarz-Rot-Gold: Deutsche Snowboarderinnen Selina Jörg (li.) und Ramona Hofmeister

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Was in der Nacht passiert ist, und was der Tag uns bringt - der Überblick:

+++ Hier geht es zum Live-Ticker mit allen Infos und dem Medaillenspiegel +++

So lief es für die deutschen Athleten

Meist war Team D bei den Spielen von Pyeongchang nicht auf die Wettbewerbe in der europäischen Nacht spezialisiert, doch am vorletzten Tag ist alles anders! Parallel-Riesenslalom nennt sich der spannende Wettbewerb der Snowboarderinnen. Es geht Frau gegen Frau, wer den Lauf gewinnt, ist eine Runde weiter. Bis ins Finale kämpfte sich dabei Selina Jörg vor und musste sich dort nur der Sensations-Olympiasiegerin im traditionellen Super-G, Ester Ledecka aus Tschechien, geschlagen geben. Das kleine Finale entschied schließlich Ramona Hofmeister für sich; ihre Gegnerin Alena Zavarzina aus Russland stürzte. Silber und Bronze also für die deutschen Snowboarder, die bisher leer ausgegangen waren.

Bei den Snowboard-Männern lief es deutlich schlechter: Stefan Baumeister scheiterte im Viertelfinale am späteren Bronze-Gewinner Zan Kozir aus Slowenien. Patrick Bussler und Alexander Bergmann schafften es nicht in die K.o.-Läufe.

Sehr aussichtsreich im Rennen liegen die deutschen Viererbobs. Nach zwei von vier Läufen führt Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich mit seiner Crew. Nico Walther und seine Männer liegen zur Halbzeit der Konkurrenz auf dem Bronzeplatz. Der von Johannes Lochner gelenkte dritte deutsche Bob hat auf Platz 5 ebenfalls noch die Medaillen im Visier. Die Entscheidung fällt in der Nacht zum Sonntag (MEZ).

Keinen deutschen Teilnehmer gab es im Big-Air-Finale der Snowboarder. Und im Team-Wettbewerb der alpinen Skiläufer scheiterten die Mannschaft mit Marina Wallner, Lena Dürr, Linus Straßer, Fritz Dopfer und Alexander Schmidt im Viertelfinale am späteren Olympiasieger Schweiz.


Die Entscheidungen

Im Parallel-Riesenslalom der Snowboarder feierten die Deutschen Silber und Bronze, Goldmedaillengewinnerin Esther Ledecka aber schrieb Olympia-Geschichte. Nie zuvor schaffte eine Athletin oder ein Athlet Gold sowohl im Snowboard als auch bei den Alpinen. Die Tschechin aber siegte in ihrer Paradedisziplin vor den beiden Deutschen Jörg und Hofmeister (siehe oben), nachdem sie vor genau einer Woche sensationell Gold im Super-G geholt hatte.

Den Parallel-Riesenslalom der Männer gewann der Schweizer Nevin Galmarini vor dem Südkoreaner Sang-Ho Lee und Zan Kosir aus Slowenien. Das Big-Air-Finale der Snowboarder war die Sache von Sebastien Toutant. Der Kanadier holte unter den Augen von Ivanka Trump, der Tochter des US-Präsidenten Donald Trump, Gold. Silber ging an Kyle Mack aus den USA vor dem Briten Billy Morgan.

Das Team-Event der alpinen Skiläufer, ein Mixed-Wettbewerb, blieb eine Angelegenheit der alpinen Länder. Die Schweiz siegte im Finale gegen Österreich. Bronze holte sich die Mannschaft aus Norwegen.

Dass es bis zum vorletzten Tag dauern würde, bis die Wintersportnation Finnland ihre erste Goldmedaille gewinnen würde - wer hätte das gedacht. Es lief alles andere als gut für Suomi in Pyeongchang. Umso besser, dass Iivo Niskanen die Ehre der Nordeuropäer im Langlauf-Marathon über 50 Kilometer gerettet hat. Silber und Bronze ging an die beiden Russen Alexander Bolschunow und Andrey Larkow.

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Flop der Nacht

Das ist sicher ein Haar in der deutschen Erfolgssuppe von Pyeongchang. Da unsere Alpinen im Team-Wettbewerb knapp nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte, ist es nun amtlich: Erstmals seit zwölf Jahren fahren die Frauen und Männer aus den Bergen ohne Edelmetall von Olympia nach Hause. Slalom-Hoffnung Felix Neureuther konnte verletzt gar nicht starten, und die einzige echte Medaillenhoffnung, Viktoria Rebensburg, konnte die guten Ergebnisse aus der Weltcup-Saison in Südkorea nicht bestätigen. Wirklich nach vorne drängt sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen niemand so recht. Ein Top-Star wie Maria Höfl-Riesch ist weit und breit nicht in Sicht. Aber in vier Jahren in Peking kann das schon wieder ganz anders aussehen. Bis dahin gilt: Mitfeiern mit den anderen im Deutschen Haus!

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Was heute noch ansteht

Im Eisschnelllauf gehen sowohl Frauen als auch Männer an den Massenstart. Ob Claudia Pechstein bei ihren siebten Olympischen Spielen in diesen taktischen Rennen von ihrer Erfahrung profitieren kann? Fraglich. Im Curling spielen die Herren aus Schweden und den USA im Finale ihren Olympiasieger aus, bei den Frauen bestreiten Japan und Großbritannien das kleine Finale um Bronze. Um Bronze spielen auch die Eishockey-Mannschaften aus Tschechien und Kanada. Aber da schauen wir ja in erster Linie auf das Finale, das die deutsche Mannschaft am Sonntag sensationell gegen die Olympischen Athleten aus Russland bestreiten wird!

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