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Nach rätselhaftem Verschwinden Suche nach Olympia-Athlet aus Uganda: Ist er in Japan untergetaucht?

Julius Ssekitoleko aus Uganda.
Der Gewichtheber Julius Ssekitoleko aus Uganda bei einem Wettkampf im Jahr 2018
© Action Plus / Imago Images
Vergangene Woche hatte Julius Ssekitoleko aus Uganda die Qualifikation für Olympia verpasst. Am nächsten Tag verschwindet der Sportler aus seinem Hotelzimmer. Nun gibt es eine erste Spur.

Noch immer wird in Japan nach einem Athleten aus Uganda gesucht. Bereits vergangene Woche verschwand der Gewichtheber Julius Ssekitoleko aus dem Olympia-Trainingslager seines Teams in Izumisano in der Präfektur Osaka.

Erstmals bemerkt wurde das Verschwinden des Gewichthebers, als dieser nicht zu dem täglichen Corona-Test Termin seines Teams erschienen war. Die olympische Delegation aus Uganda war bereits im vergangenen Monat nach Japan gereist, um in Izumisano ein Trainingslager abzuhalten. Nach der Ankunft waren ein Trainer und ein weiteres Mitglied der Delegation positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nach seinem Aus bei Olympia schrieb er einen Abschiedsbrief

Am Tag vor seinem Verschwinden hatte der Gewichtheber aus Uganda die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2021 verpasst. Anstatt wie vereinbart abzureisen und einen Flug zurück nach Uganda zu nehmen, verschwand der 20 Jahre alte Sportler plötzlich. Auf seinem Hotelzimmer hinterließ Ssekitoleko einen Brief, in dem er schrieb, er wolle in Japan bleiben, sich einen Job suchen und dort von nun an leben. 

Nach rätselhaftem Verschwinden: Suche nach Olympia-Athlet aus Uganda: Ist er in Japan untergetaucht?

Die "Japan Times" berichtet zudem, Ssekitoleko habe die restliche ugandische Delegation gebeten, seine Habseligkeiten seiner Frau in Uganda zu übergeben. In seinem Brief begründete er seine Entscheidung mit der Feststellung: Das Leben in Uganda sei sehr schwierig.

Nun berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf Polizeikreise von Bildern einer Sicherheitskamera, auf denen der 20-Jährige zu sehen sei. Aufgenommen wurden diese am Bahnhof der Großstadt Nagoya − rund 200 Kilometer entfernt von dem Trainingslager seiner Mannschaft.

DPA

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