Ein Streit um den Helm von Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch ist beendet. Der Ukrainer darf nicht starten. Alles Wichtige im stern-Newsblog.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Thomas Krause
Curling-Männer gewinnen 5:4 gegen Norwegen
Die deutschen Curling-Männer haben bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo erstmals gewonnen. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz besiegte Norwegen mit 5:4. Zum Auftakt hatte es gegen den Weltranglistenzweiten und Medaillenkandidaten Kanada eine knappe 6:7-Niederlage gegeben.
Mit einer starken dritten Runde (3:0), einem sogenannten End, legte die deutsche Mannschaft den Grundstein für den Erfolg über den Weltranglisten-Achten. Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Freitag (19.05 Uhr) Gastgeber Italien.
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Thomas Krause
Das deutsche Eishockey-Frauenteam bestreitet das Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen gegen Kanada am Samstag. Das Duell mit dem amtierenden Olympiasieger wird am Nachmittag (16.40 Uhr) im Anschluss an das Vorrundenspiel der deutschen Männer gegen Lettland (12.10 Uhr) in der kleineren Eishalle auf dem Messegelände in Mailand ausgetragen. Das teilt der Weltverband IIHF nach dem letzten Vorrundenspiel mit.
Für die deutschen Frauen ist es das erste olympische Viertelfinale überhaupt. Das Team von Trainer Jeff MacLeod, das sich erstmals seit 2014 wieder für Winterspiele qualifiziert hatte, ist in der K.-o.-Runde klarer Außenseiter.
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Thomas Krause
US-Skifahrerin bekommt Verlobungsring statt Medaille
Erst der Schreck, dann die freudige Überraschung: Skirennfahrerin Breezy Johnson hat nach einem Sturz im olympischen Super-G von Cortina d'Ampezzo zwar keine weitere Medaille bekommen, dafür aber einen Verlobungsring an den Finger. Ihr langjähriger Freund Connor Watkins machte der Amerikanerin im Zielbereich einen Heiratsantrag. Die Abfahrts-Olympiasiegerin habe „Ja“ gesagt, teilt das US-Ski-Team in den sozialen Medien mit und gratuliert.
„Es fühlt sich passend an, diese zwei meiner Lieben miteinander verbinden zu können“, sagt Johnson der Nachrichtenagentur AP zu dem Antrag bei Olympia. Die Spiele seien ein Ort, der etwas „Mystisches“ an sich habe. „Ich glaube, die meisten wollen bei den Olympischen Spielen das Beste erleben“, sagt die frisch verlobte Johnson. „Ich habe das einfach noch übertroffen.“
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Thomas Krause
Nörl und Ulbricht kollidieren beim Snowboardcross
Die deutschen Snowboardcross-Fahrer Martin Nörl und Leon Ulbricht sind im Viertelfinale der Olympischen Winterspiele miteinander kollidiert und vorzeitig ausgeschieden. Nach einem guten Start lag Ulbricht zunächst vorn, ehe er auf den dritten Platz zurückfiel. In einer Linkskurve wurde es dann eng zwischen Nörl, Ulbricht und dem US-Amerikaner Nick Baumgartner – zu eng. Ein Kontakt beendete die Hoffnungen der beiden deutschen Starter.
„Ich bin gerade auf jeden Fall noch dabei, das zu verarbeiten. Das ging alles so schnell. Plötzlich war mein Brett weg und ich lag auf dem Rücken“, sagte Ulbricht, der jedoch keine Vorwürfe in Richtung der Konkurrenz äußerte: „Es ist einfach eine sehr unglückliche Situation gewesen – auch unter uns Teamkollegen natürlich. Sehr, sehr ärgerlich, aber auch schwierig zu vermeiden, weil das ist der Sport.“
Bereits im Achtelfinale war für Julius Reichle und Niels Conradt Schluss. Die Goldmedaille holte wie schon 2022 in Peking Alessandro Hämmerle aus Österreich.
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Tim Schulze
Bei IOC-Präsidentin Coventry fließen wegen Heraskewytsch Tränen
Der Fall des ukrainischen Skeletonfahrers Wladyslaw Heraskewytsch bewegt die Olympischen Spiele. Sogar bei IOC-Präsidentin Kirsty Coventry fließen Tränen, als sie vor die Medien tritt. Sie räumt ein, dass das IOC im Streit um den Erinnerungshelm an gefallene ukrainische Sportler gescheitert ist. „Leider sind wir nicht zu einer Lösung gekommen. Ich wollte ihn wirklich heute im Rennen sehen. Es war ein emotionaler Morgen", sagt sie.
Zuvor hat die Disziplinarkommission des IOC Heraskewytsch vom Wettbewerb ausgeschlossen. Begründung: Politische Botschaften sind verboten. Dazu zählt das IOC offenbar die Erinnerung an im Krieg gefallene Athleten. Dass Kirsty der Vorgang offenbar unangenehm ist („So sind die Regeln“), belegt ihre emotionale Reaktion.
Immerhin behält Heraskewytsch auf Betreiben Coventrys die Akkreditierung für Olympia. Das heißt, er kann sich weiterhin im olympischen Dorf und den meisten Bereichen aufhalten. Normalerweise ist das nach einem Ausschluss nicht mehr möglich.
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Thomas Krause
Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko kritisiert nach dem Ausschluss von Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch nach dem Helm-Streit das Verhalten des IOC scharf. „Dabeisein ist alles. Für russische und belarussische Athleten, aber für die getöteten ukrainischen Sportler ist nicht einmal Gedenken erlaubt“, sagte der 49-Jährige bei „Bild“.
Bei den Gedanken an sein Olympia-Gold von 1996 im Superschwergewicht in Atlanta verspüre Klitschko daher derzeit eher „keinen Stolz mehr, sondern Scham“. „Das IOC schützt keine Neutralität, es schützt sein Image”, sagt er. „Die Gesichter der ukrainischen Athleten, die ihr Leben für die Freiheit gegeben haben, sind ‚zu politisch‘ für Ihre perfekte TV-Show. Der olympische Idealismus geht im kalten Kalkül des globalen Sportbusiness verloren.“
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Thomas Krause
Der Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Fahrers Wladyslaw Heraskewytsch nach dem Helm-Streit empört die Ukraine. „Das Internationale Olympische Komitee hat nicht den ukrainischen Athleten gesperrt, sondern seinen eigenen Ruf. Zukünftige Generationen werden dies als einen Moment der Schande in Erinnerung behalten“, schreibt Außenminister Andrij Sybiha bei der Plattform X.
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Thomas Krause
Finnland schickt Skisprung-Trainer nach Hause: "Alkoholprobleme"
Der finnische Skisprung-Trainer Igor Medved ist wegen seines Verhaltens durch das Nationale Olympische Komitee Finnlands von Olympia in Italien ausgeschlossen worden. „Medved ist heute nach Hause gereist. Es geht um Alkoholprobleme“, sagt Janne Hänninen, NOK-Direktor Finnlands. „Wir nehmen den Regelverstoß sehr ernst und haben umgehend reagiert.“
Laut Mitteilung gehe es um ein Verhalten, dass „gegen die Regeln und Werte des finnischen Teams“ verstoße. „Die Angelegenheit wird unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Mailand mit Igor besprochen“, erklärt Marleena Valtasola, Geschäftsführerin des finnischen Skiverbandes. Der Coach der finnischen Männer entschuldigte sich bereits nach seinem Vergehen.
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Thomas Krause
Aicher und Weidle-Winkelmann scheiden im Super-G aus
Im Super-G der Frauen in Cortina d'Ampezzo ist die deutsche Medaillenhoffnung Emma Aicher ausgeschieden. Nach Silber sowohl in der Abfahrt als auch in der Team-Kombination konnte sie eigentlich ohne Druck an den Start gehen, verpasste aber ein Tor und damit auch ihre Chance auf eine dritte Medaille. Nun muss sie auf den Slalom am 18. Februar hoffen.
Zuvor war schon ihre Kombi-Partnerin Kira Weidle-Winkelmann ausgeschieden.
Emma Aicher fährt nach dem Ausscheiden im Super-G Richtung Ziel. Michael Kappeler/DPA
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Thomas Krause
IOC-Sprecher Mark Adams sagt, die Ad-hoc-Kommission des Cas bei den Winterspielen könne jederzeit kurzfristig zusammentreten, wenn Heraskewytsch offiziell Einspruch einlegen sollte. „Ihre Aufgabe ist es, sehr zeitnah Abhilfe zu schaffen“, sagt Adams. Ob Heraskewytsch nachträglich noch im Skeleton-Wettbewerb starten könnte, sollte er von den Sportrichtern Recht bekommen, sei eine Sache des zuständigen Weltverbands. Am späten Vormittag lief bereits der zweite von vier Durchgängen im Skeleton-Wettbewerb.
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Thomas Krause
Snowboarderin gibt Entwarnung
Bei ihrem heftigen Sturz in der Halfpipe-Qualifikation hat sich Snowboarderin Liu Jiayu keine schweren Verletzungen zugezogen. Untersuchungen ergaben keine Wirbelsäulenanomalien, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur „Xinhua“ berichtet. Die 33-Jährige sei bei Bewusstsein, werde aber behandelt.
Sie selbst erklärt via Social Media: „Danke euch allen für die Anteilnahme, eben sind die Untersuchungen im Krankenhaus zu Ende gegangen, es gibt keine Probleme, alles gut.“
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Thomas Krause
Heraskewytsch zieht vor den CAS
Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch will seinen Ausschluss von den Olympischen Winterspielen anfechten. Wie der 27-Jährige im Interview des ZDF ankündigt, will er vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas ziehen. „Wir werden einen Fall für das Cas vorbereiten“, sagt Heraskewytsch.
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Thomas Krause
Biathlet Justus Strelow bekommt seinen ersten Einsatz in einem Einzelrennen. Der 29 Jahre alte Sachse gehört zum vierköpfigen deutschen Aufgebot für den Sprint am Freitag (14.00 Uhr) in Antholz. Im Einzel über 20 Kilometer war er am Dienstag nicht zum Einsatz gekommen.
Außerdem treten über zehn Kilometer der Einzel-Fünfte Philipp Nawrath, Philipp Horn und David Zobel an. Lucas Fratzscher, der im Einzel 23. wurde, muss pausieren.
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Thomas Krause
IOC schließt Ukrainer Heraskewytsch wegen Helm aus
Im Streit um den Helm von Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch – der Ukrainer trägt Bilder im Krieg getöteter Sportler auf seinem Kopfschutz – spricht das Internationale Olympische Komitee (IOC) ein Machtwort. Der Ukrainer ist nun vom olympischen Skeleton-Wettbewerb ausgeschlossen. Eine Jury des Weltverbands IBSF hat diese Entscheidung gefällt. Zudem habe man dem Athleten die Akkreditierung für die Winterspiele entzogen, teilt das Internationale Olympische Komitee mit.
Der 27-Jährige wollte nicht auf das Tragen des vom IOC verbotenen Helmes verzichten und durfte daher auf der Bahn in Cortina d'Ampezzo nicht zum ersten Durchgang an den Start gehen. Das IOC hatte zuvor entschieden, dass der Helm gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta verstößt.
„Es ist schwer, etwas zu sagen oder es in Worte zu fassen. Es ist Leere“, sagt Heraskewytsch. Die Entscheidung sei ein riesiger Fehler. „Ich glaube, dass ich keine Regeln verletzt habe“, beteuert er und kündigt einen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas an.
Der 27-Jährige wollte nicht auf das Tragen des vom IOC verbotenen Helmes verzichten und durfte daher auf der Bahn in Cortina d'Ampezzo nicht zum ersten Durchgang an den Start gehen. Das IOC hatte zuvor entschieden, dass der Helm gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta verstößt.
„Es ist schwer, etwas zu sagen oder es in Worte zu fassen. Es ist Leere“, sagt Heraskewytsch. Die Entscheidung sei ein riesiger Fehler. „Ich glaube, dass ich keine Regeln verletzt habe“, beteuert er und kündigt einen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas an.
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Rune Weichert
Die deutschen Curling-Männer starten mit einer hauchdünnen Niederlage ins Olympia-Turnier. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verliert gegen den Weltranglistenzweiten und Medaillenkandidaten Kanada dramatisch mit 6:7. Die Entscheidung fällt erst im Extra-End. Mitunter schmerzhaft ist die Partie in Cortina d'Ampezzo für Johannes Scheuerl. Der 23-Jährige wischt sich die Finger wund und wird zwischenzeitlich an der blutenden rechten Hand behandelt.
Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Donnerstag Norwegen. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen in Norditalien um die Medaillen. Die besten vier Teams der Vorrunde, in der jeder gegen jeden antritt, erreichen das Halbfinale. Die deutschen Männer hatten sich mit Platz acht bei der WM 2025 erstmals seit zwölf Jahren wieder für Winterspiele qualifiziert. Die Frauen verpassten die Olympia-Teilnahme.
Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Donnerstag Norwegen. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen in Norditalien um die Medaillen. Die besten vier Teams der Vorrunde, in der jeder gegen jeden antritt, erreichen das Halbfinale. Die deutschen Männer hatten sich mit Platz acht bei der WM 2025 erstmals seit zwölf Jahren wieder für Winterspiele qualifiziert. Die Frauen verpassten die Olympia-Teilnahme.
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DPA · AFP · Reuters · SID