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Paralympics 2016 Das sind die wahren Helden von Rio

Ein Leichtathletik-Rennen für Sehbehinderte sorgt für große Aufregung. In der Startklasse T13 laufen die ersten Vier des 1500-Meter-Finals am Sonntagabend schneller als der Amerikaner Mathew Centrowitz bei seinem Olympiasieg am 20. August an gleicher Stelle.
Centrowitz reichte bei den Nicht-Behinderten eine Zeit von 3:50,00 Minuten, um olympisches Gold zu holen. Der Algerier Fouad Baka dagegen wird in 3:49,84 Minuten nur Vierter bei den Paralympics. Sein Bruder Abdellatif Baka gewinnt dieses denkwürdige Rennen in der Weltrekord-Zeit von 3:48,29 Minuten.
Zweiter wird der Äthiopier Tamiru Demisse (3:48,49), der beim Überqueren der Ziellinie demonstrativ beide Arme über seinem Kopf kreuzte. Das ist in seiner Heimat ein Zeichen des Protests gegen die autoritäre äthiopische Regierung. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) verwarnt Demisse dafür.
In der Startklasse T13 sind die Athleten in ihrem Sehvermögen stark eingeschränkt, aber nicht blind. Sie können ihre Rennen zum Beispiel ohne einen Begleitläufer bestreiten.
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Die Paralympics gehen zu Ende: Mehr als 4300 Sportler mit Behinderung maßen sich in Rio und kämpften um die Medaillen. Hervorzuheben sind dabei drei sehbehinderte Läufer - denn sie nehmen es locker mit den Olympioniken auf.
Von Linda Richter

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