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Kugelstoßer Mathias Schulze "Und dann kommt diese scheiß Lasche auf den Balken" – Klettverschluss zerstört Medaillentraum

Ein weißer Mann mit dunkelblondem Seitenscheitel und Vollbart setzt mit der rechten Hand zum Kugelstoßen an
Wäre sein letzter Versuch nicht ungültig gewesen, hätte Mathias Schulze gute Chancen auf eine Paralympics Medaille im Kugelstoßen gehabt 
© Karl-Josef Hildenbrand / DPA
30 Zentimeter haben Kugelstoßer Mathias Schulze zu Paralympics-Bronze gefehlt. Im letzten Versuch hat er die nötigen 15,91 Meter vielleicht sogar geschafft – doch ein winziger Fehler kommt ihn teuer zu stehen. 

Bei den Paralympics entscheiden oft Zentimeter über Sieg oder Niederlage. Bei Kugelstoßer Mathias Schulze allerdings anders als gedacht. Denn sein letzter Versuch fliegt bis kurz vor die 16-Meter-Markierung. Sein bester Versuch – und damit wohl die Bronze-Medaille in der Klasse F46. Entsprechend groß ist Schulzes Freude. Doch dann entdeckt er, dass ein Kampfrichter die rote Flagge zeigt: ungültiger Versuch, weil er übertreten haben soll.

"Ich war noch nie so nah an einer Medaille", sagte Schulze unter Tränen im ZDF. "Ich bin einfach sehr enttäuscht. Ich bekomme so viel Unterstützung und dann kommt diese scheiß Lasche auf den Balken, weil ich zu blöd bin, sie abzukleben." Tatsächlich hat Schulze die Begrenzung des Rings lediglich mit dem abstehenden Klettverschluss seines rechten Schuhs berührt – doch das reicht, damit der Versuch als ungültig gewertet wird.

Mathias Schulze erreicht Rang 5 statt Bronze

Insofern hat sein bester gültiger Versuch mit 15,60 Metern Bestand. Seine persönliche Bestleistung reicht für Rang 5. Den hatte er auch schon 2012 in London erreicht. So ein Fehler wie in Tokio wird ihm aber sicher nicht wieder passieren.

Quelle: "Sportschau.de".

tkr

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