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Streit mit Autofahrer Italienischer Radprofi rastet nach Beinahe-Unfall aus: "Ich hasse dich von ganzem Herzen"

Alessandro DeMarchi nach seinem Etappensieg bei der Vuelta a Espana 2018
Der italienische Radprofi Alessandro DeMarchi kam nach eigenen Angaben schon mehrfach beinahe unter die Räder eines Autos. Ein Beinahe-Crash am Sonntag brachte das Fass nun zum Überlaufen.
© Yuzuru Sunada / Picture Alliance
Nach einem Beinahe-Crash beim Training ist einem italienischen Radprofi der Kragen geplatzt. Via Instagram wandte sich Alessandro De Marchi an den Autofahrer, der nur um Haaresbreite an ihm vorbeigerauscht war. Und der 33-Jährige fand dramatische Worte.

Nur um Haaresbreite entging der italienische Radprofi Alessandro De Marchi bei einer Trainingsfahrt im Friaul einem Unfall. Mit einer Gänsehaut schrieb er sich wenig später den Frust von der Seele. Nach eigenen Angaben war es der x-te Beinahe-Unfall und der x-te Autofahrer, den er vor Wut angeschrien hat. "Ich habe es satt und kann es nicht mehr ertragen", schrieb der 33-Jährige neben einem Selbstporträt, das ihn mit weit aufgerissenen Augen – offenbar kurz nach der Trainingseinheit zeigt. In seinem Post schildert er den Beinahe-Unfall vom Sonntag und nimmt gegenüber dem Autofahrer kein Blatt vor den Mund.

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Lieber Autofahrer! "Ich hasse dich von ganzem Herzen"

Demnach war De Marchi auf seiner täglichen Trainingsrunde unterwegs. "Ich fahre langsam auf der rechten Straßenseite, ohne jemandem den Weg zu versperren", schildert er die Szene. Dann habe er zunächst das Geräusch eines Autos wahrgenommen und dann gespürt, wie etwas an seinem Ellbogen und der linken Hand vorbeizog. Etwa drei Mal so schnell wie er selbst sei der große Audi vorbeigerauscht und habe ihn nur um wenige Zentimeter verpasst, so De Marchi. An einem Kiosk stellte der Radprofi den Autofahrer wenig später zur Rede. "Ich habe dich nicht berührt. Fahr zur Hölle!", soll der nur geantwortet haben. Eine Reaktion, die De Marchi mit drastischen Worten beantwortet.

"Lieber ignoranter Autofahrer! Es geht um mein Gesicht hier auf dem Foto. Um das Gesicht, von dem, den Sie heute Morgen fast getötet hätten. Im besten Fall hätte mich der Unfall ins Krankenhaus oder in einen Rollstuhl gebracht – schlimmstenfalls in einen Sarg. Sie haben mich fast umgebracht, um zuerst an dem Kiosk zu sein. Ich hasse dich von ganzem Herzen und ich hoffe, dass du diese Zeilen liest."

Mehr als 5000 User unterstützten den zweifachen Etappensieger bei der Vuelta und Kämpferischsten Fahrer der Tour de France 2014 mit einem Like. Darunter auch Profikollege Matteo Trentin. Via Twitter wandte der sich direkt an die italienische Politik. "Wie viele von uns müssen noch sterben, bevor etwas passiert?".

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Quelle: "rennrad-news.de"

js

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