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Inklusion im Sport: Rallye Dakar: Junger Peruaner mit Down-Syndrom als Co-Pilot am Start

Zum ersten Mal steht ein junger Mann mit Down-Syndrom am Start der legendären Rallye Dakar. Als Co-Pilot seines Vaters beginnt für den Peruaner Lucas Barrón am 6. Januar das Abenteuer seines Lebens.

Lucas Barrón und sein Vater Jaques bereiten sich akribisch auf ihre ersten Rallye Dakar vor

Der am Down-Syndrom erkrankte Lucas Barrón und sein Vater Jaques bestreiten ab dem 6. Januar ihre erste gemeinsame Rallye Dakar.

Zum ersten Mal in ihrer 40-jährigen Geschichte steht ein junger Mann mit Down-Syndrom am Start der legendären Rallye Dakar. Als Co-Pilot seines Vaters Jaques beginnt für den Peruaner Lucas Barrón am 6. Januar das Abenteuer seines Lebens. Der 25-Jährige soll den Zustand der anspruchsvollen Pisten überwachen und mechanische Probleme am Auto melden. Seit vielen Monaten bereitet sich Barrón Junior auf das Offroad-Spektakel vor. "Unser Ziel ist es, anzukommen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. 

Lucas Barrón: "Genial. Das wird einfach"

Barróns Respekt vor der anstehenden Herausforderung ist groß. Angst hat sportbegeisterte Südamerikaner aber nicht. Und das hat einen Grund. Erstmals seit vier Jahrzehnten wird die Rallye Dakar nur in einem Land ausgetragen. Alle zehn Etappen der Tour führen durch Peru. Ein Heimspiel für die Barróns. "Genial. Das wird einfach, denn wir kennen die Route", so der in Lima geborene Lucas Barrón selbstbewusst. Seit 2017 sind Vater und Sohn ein Team in ihrem Buggy der Marke "Polaris" – sie bestritten zusammen die Rallye Baja Inka und die Dakar Series 2018. 

Sportskanone mit Hip-Hop-Leidenschaft

Lukas' Vater hat keine Zweifel daran, dass sein Sohn die sowohl physisch als auch psychisch herausfordernde Prüfung meistern wird. "Er ist gesund und kann wichtige Parameter wie Antriebsriemen, Ölstand und Reifendruck perfekt kontrollieren", so Jaques Barrón, 55, der am kommenden Sonntag seine sechste Rallye Dakar in Angriff nimmt. Seine Leidenschaft für Hip-Hop wird Lucas auf dem Beifahrersitz nicht helfen – doch er ist auch außerhalb eines Autos ein begeisterter Sportler. Neben Schwimmen und Fußball gehören Surfen, Wasserski und Mountainbiking zu seinen Lieblingssportarten. Konditionell sollte das elftägige Rennen (7.-17. Januar) über insgesamt 5.000 Kilometer durch die Wüsten seines Heimatlands für den jungen Mann also kein Problem darstellen. Start und Ziel ist Perus Hauptstadt Lima.

Rührende Aktion des Vaters: Der Junge mit Down-Syndrom, der fliegen kann
js / AFP
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