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NASCAR-Rennen Rennfahrerin sorgt für Aufsehen in den USA: Mit 21 entert Toni Breidinger die Königsklasse

NASCAR-Rennfahrerin Toni Breidinger bei einer Veranstaltung
NASCAR-Rennfahrerin Toni Breidinger bei einer Veranstaltung
© Chris Farina / Picture Alliance
Rennsport ist größtenteils eine Männerdomäne. Dass das nicht so bleiben muss, zeigt jetzt eine junge Fahrerin mit amerikanischen und libanesischen Wurzeln.

Frauen im Motorsport sind immer noch eine Ausnahme. Die Formel 1 macht keine Anstalten, in absehbarer Zeit ihre erste Fahrerin einzustellen, und auch die Rallye Dakar freut sich bereits, wenn weibliche Teilnehmer mal mehr als drei Prozent des Starterfeldes ausmachen. Etwas anders sieht es in den USA aus: Dort sorgt jetzt eine junge NASCAR-Fahrerin für Furore und Begeisterung.

Toni Breidinger ist erst 21 Jahre alt – und sehr ehrgeizig. Ihre Mutter kommt aus dem Libanon, ihr Vater aus Kalifornien, und beide brachten Breidinger und ihrer Schwester Annie schon von klein auf die Begeisterung für Motorsport bei. "Als ich neun war, hat mein Vater mich und meine Schwester mit zu einer Go-Kart-Bahn am Sonoma Raceway mitgenommen, einfach aus Spaß", berichtet die Rennfahrerin im Gespräch mit der "Daily Mail". "Er hätte wohl nicht gedacht, dass wir das wirklich toll finden würden. Ich fuhr ein paar Runden – und liebte es einfach!" Jetzt wechselte Toni Breidinger in die amerikanische Königsklasse und legte in Daytona Beach, Florida, ihr NASCAR-Debüt hin.

Toni Breidinger hat realistische Erwartungen an NASCAR-Saison

"Mein Team und ich haben uns zwei Ziele gesetzt: Das Rennen zu Ende zu fahren und sich aus heiklen Situationen rauszuhalten. Jetzt bin ich gespannt auf den Rest der Saison", äußerte sich Breidinger, nachdem sie erfolgreich die Ziellinie überquert hatte, wenn auch vorerst "nur" als 18. "Jeder liebt es natürlich, Erster zu sein", sagt die 21-Jährige, "aber ich will vor allem nicht die Letzte sein!" Noch im vergangenen Jahr hätte sie sich nicht träumen lassen, selbst einmal auf der populären Rennstrecke in Florida unterwegs zu sein. "Ich bin hergekommen, um beim Rennen einfach nur zuzuschauen. Da habe ich mir gesagt: Hier will ich nächstes Jahr fahren! Das war also ein ganz großes Ziel für mich."

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Sie weiß, dass es etwas Besonderes ist, als Frau hinterm Lenkrad eines Rennwagens zu sitzen. Auf ihre Fahrweise hat das aber keine Auswirkungen. "Ich fahre das Rennen, wie alle anderen auch. Sobald ich den Helm aufsetze, ist das Geschlecht völlig egal." Auch durch ihre große Präsenz in den sozialen Medien hat die junge Frau bereits viel Aufsehen erregt – und so auch einige Sponsoren gewinnen können, die sie bei ihrem kostspieligen Beruf unterstützen.

Für ihre erste Profisaison hat Toni Breidinger sich zunächst realistische Ziele gesteckt: "Ich hoffe darauf, in den Top 15 zu landen und solide Ergebnisse einzufahren", sagt sie.

Quelle:  "The Daily Mail"

wt

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