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Australian Open: Deutsches Quartett und Dänen-Sternchen siegreich

Tennis-Beauty Caroline Wozniacki ist bei den Australian Open mit einer überzeugenden Vorstellung in die nächste Runde eingezogen. Auch im deutschen Lager gab es wieder reichlich Grund zur Freude.

Souveräner Auftakterfolg für Caroline Wozniacki bei den Australian Open. Die Weltranglistenvierte zeigte sich in ihrem Erstrundenmatch gegen Alesandra Wozniak in guter Form und gewann in einem überzeugenden Match mit 6:4 und 6:2. Wozniacki trifft in der nächsten Runde auf die deutsche Julia Görges, die in ihrer Auftaktpartie der Österreicherin Tamira Paszek mit 6:0, 3:6, und 6:3 keine ernsthafte Chance ließ.

Bei den deutschen Teilnehmern gibt es weiterhin überwiegend Grund zur Freude. Neben Julia Görges haben auch die Qualifikantin Angelique Kerber, Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber bei den Australian Open eine überzeugende Vorstellung geboten. Der Weltranglisten-107. Rainer Schüttler ist dagegen in der zweiten Runde des Grand-Slam-Tennisturniers in Melbourne ausgeschieden. Der 33 Jahre alte Senior im deutschen Team unterlag am Mittwoch nach einer glücklosen Darbietung bei rund 30 Grad und Sonnenschein Feliciano Lopez mit 3:6, 6:2, 3:6, 2:6 und schied als sechster der elf gestarteten deutschen Herren aus.

Philipp Kohlschreiber darf sich dagegen auf einen erneuten Center- Court-Einsatz gegen Rafael Nadal freuen. Bevor es soweit war, musste der Augsburger im zweiten Satz gegen Wayne Odesnik allerdings eine Schwächephase überwinden, die ihn fast an den Rand der Verzweiflung gebracht hätte. Danach aber lief es wieder prächtig, und der 26- Jährige zog durch einen 6:4, 3:6, 6:3, 6:2-Erfolg wie 2005 und 2008, als er jeweils im Achtelfinale scheiterte, in die dritte Runde ein. Dort ist er der krasse Außenseiter, wenn er wie 2007 gegen Titelverteidiger Nadal wieder in der Rod-Laver-Arena aufschlagen kann. Die Partie damals wie auch die drei weiteren Vergleiche verlor der Weltranglisten-26. gegen den an Nummer zwei gesetzten Spanier.

Florian Mayer fühlte sich beim 6:4, 7:6 (7:2), 6:1 gegen den Serben Viktor Troicki wie in Trance. "Das kommt nicht häufig vor", gestand der Bayreuther, der sich als Persönlichkeit gewandelt und sein sportliches Nahziel - die Top 50 - erreicht hat. "Ich freue mich, dass ich den zweiten Sieg geschafft habe. Ich kann die Erfolge jetzt viel besser wahrnehmen." Wie Kohlschreiber hat auch er sein Déjá-vu in der dritte Runde: Die Partie gegen del Potro, der ihn im vorigen Jahr in drei Sätzen schlug, will er genießen und hinterher wie am Mittwoch sagen: "Ich bin überwältigt."

Nach ihrem Auftakterfolg gegen die Weißrussin Olga Goworzowa durfte die Kielerin Angelique Kerber bereits in der zweiten Turnierrunde antreten. Dort bezwang sie die an Nummer 26 gesetzte Aravane Rezai aus Frankreich mit 6:2, 6:3 und schaffte bei ihrem neunten Grand-Slam-Auftritt zum ersten Mal sensationell den Einzug in die dritte Runde. In Runde drei wartet nun allerdings ein echter Brocken. Kerber trifft auf die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland. "Ich werde alles geben, um ein gutes Match zu zeigen - und vielleicht zu gewinnen", sagte Kerber.

DPA/feh

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