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Spott statt Applaus: Basketball-Profi versenkt Slam Dunk im eigenen Korb

Er selbst weiß vermutlich nicht, was ihn da geritten hat: Garlon Green, Basketball-Profi für Tübingen, hat in der Bundesliga einen spektakulären Dunk erzielt. Dumm nur, dass er dabei die Seiten verwechselte.

Basketballer Garlon Green guckt verdutzt

Basketballer Garlon Green dürfte sein Fauxpas noch längere Zeit vorgehalten werden

Normalerweise adeln Teamkollegen und Fans einen Dunking, das wuchtige "Stopfen" des Basketballs in den Korb, mit Schulterklopfen und lautem Applaus. Es gilt: Je spektakulärer, desto größer Jubel und Lob. Auch Garlon Green, US-Amerikaner in Diensten des Bundesligisten Walter Tigers Tübingen, glückte vergangenes Wochenende ein solches Kunststück in der Partie gegen Braunschweig. Anders als üblich, erntete der 24-Jährige für seinen Dunk jedoch keinen Beifall, sondern Hohn und Spott, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Was war geschehen? Beim knappen Spielstand von 79:81 aus Tübinger Sicht und nur noch wenigen Sekunden zu spielen - im Basketball angesichts regelmäßiger Drei-Punkte-Treffer im letzten Moment keine aussichtslose Situation -, bekam Braunschweig zwei Freiwürfe zugesprochen. Als der gegnerische Werfer auch den zweiten Ball vergab, setzte Green urplötzlich zur Flugshow an: Aus dem Hintergrund spurtete der Profi heran, hob ab und bugsierte das Spielgerät zur Verwunderung aller in die eigene Reuse.

Logisch wäre eigentlich gewesen, nach dem Rebound, der Balleroberung am eigenen Korb, sofort einen Gegenangriff einzuleiten, um so die minimale Chance auf den Sieg zu wahren. Green hatte wohl - wenn auch äußerst sehenswert - anderes vor. So brachte der Eigenkorb Braunschweig zwei Punkte ein, das Spiel endete 83:79.


Ratlosigkeit in Tübingen über Greens Fauxpas

Tübingens Verantwortliche brachte der Fauxpas dem Bericht zufolge in leichte Erklärungsnot. "Garlon wollte den Ball vom Ring klauben. Aber statt ihn zu fangen, macht er ihn halt rein. Das sieht natürlich kurios aus", wird Pressesprecher Tobias Fischer zitiert. Er könne auch nicht ausschließen, dass der 24-jährige eventuell nicht wusste, in welche Richtung eigentlich gespielt wurde. Wie das passieren konnte, sei reine Spekulation. Man wisse es nicht, so Fischer weiter. "Er wollte sicherlich nicht mit Absicht in den eigenen Korb dunken."

Einen Rüffel hat Jung-Profi Green demnach aber nicht zu befürchten. "Er ist ein Leistungsträger, er wird uns auch wieder Spiele gewinnen", sagte Fischer, "deshalb werden wir ihn jetzt nicht verstoßen."  

mod
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