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Canmore in Kanada: Warum beim Biathlon-Weltcup eine DDR-Flagge gehisst ist

Drei Jahrzehnte nach der Wende weht im kanadischen Canmore noch die DDR-Flagge. Der ungewöhnliche Anblick beim Biathlon-Weltcup ist kein Versehen und soll an ein vergangenes Sportevent erinnern. 

Biathlon-Weltcup: Warum eine DDR-Flagge gehisst ist

Beim Biathlon-Weltcup gesichtet: die DDR-Flagge mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz vor Schwarz-Rot-Gold (Symbolbild)

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Am 3. Oktober 1990 wurde die "Deutsche Demokratische Republik" (DDR) aufgelöst, der Tag der Deutschen Einheit wurde zum Nationalfeiertag. Ein Jahr zuvor, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer - der Anstoß zur Wende, vor (fast) genau 30 Jahren.

Doch: Drei Jahrzehnte später weht beim Biathlon-Weltcup im kanadischen Canmore allerdings immer noch die DDR-Flagge mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz vor Schwarz-Rot-Gold. Das berichtet unter anderem die "Bild"-Zeitung und ist auf Facebook-Postings zu sehen. Ein Versehen?

 

Biathlon-Weltcup: Flagge der Sowjetunion fehlt, weil ...

Nein, versichert Weltcup-Sprecherin Viktoria Franke der "Bild". "Die Fahnen erinnern an die Olympischen Spiele 1988 in Calgary." Auch damals wurden in Canmore die Biathlon-Wettkämpfe ausgetragen. Insgesamt neun Goldmedaillen gingen damals an die DDR-Sportler, unter anderem an Eiskunstläuferin Katarina Witt.  

Nur wenige Auszeichnungen mehr und die DDR hätte gar den Medaillenspiegel angeführt. Auf dem ersten Platz damals: die Sowjetunion. Diese Fahne ist in Canmore allerdings nicht mehr zu sehen, so Weltcup-Sprecherin Franke. "Die hat der Wind herunter gerissen", sagte sie dem Blatt.

Quellen: "Bild"

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fs

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