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Biathlon-WM: Laura Dahlmeier will Gold im Sprint von Hochfilzen

Das Sprint-Rennen ist das kürzeste und damit schnellste Format bei der Biathlon-WM in Hochfilzen. Schießfehler sind hier fatal. Sollte Laura Dahlmeier diese vermeiden, geht der Sieg wohl nur über sie. Eine Reihe Konkurrentinnen will das verhindern.

Biathlon-WM 2017: Laura Dahlmeier während der Mixed-Staffel in Hochfilzen

Leistet sich Laura Dahlmeier am Schießstand keinen Fehler, dürfte der Sieg im Sprint-Rennen der Biathlon-WM nur über die Deutsche gehen

Nachdem sich die deutsche Mixed-Staffel im ersten Rennen der Biathlon-WM am Donnerstag gleich Gold sicherte, wollen die Damen nur einen Tag später in Hochfilzen wieder auf dem Treppchen landen. Und die Chancen, dass sich am Ende des 7,5 Kilometer langen Sprint-Wettkampfs eine DSV-Athletin über Edelmetall freuen darf, stehen sehr gut. Vor allem Laura Dahlmeier gilt vielen Experten als Topfavoritin auf den Titel. 

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Laura Dahlmeier in der Loipe kaum zu schlagen

Sollte die 23-Jährige am Schießstand fehlerfrei bleiben, dürfte der Sieg im ersten Einzelrennen der Weltmeisterschaft angesichts der Laufform Dahlmeiers nur über die Deutsche gehen. Als weitere Titelanwärterinnen gelten die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die Tschechin Gabriela Koukalova sowie Marie Dorin-Habert aus Frankreich. Aus deutscher Sicht stehen neben Dahlmeier in Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz sowie Nadine Horchler noch vier weitere deutsche Skijägerinnen am Start (14.45 Uhr; ZDF und Eurosport).

Und die Vorzeichen für Deutschland sind gute: Denn vor gut einem Jahr, im Dezember 2015, feierten Hildebrand, Hammerschmidt und die nicht für die WM nominierte Miriam Gössner einen Dreifachsieg im Sprint in Hochfilzen. In der Verfolgung siegte Dahlmeier vor Hammerschmidt. 

Fällt die Sprint-Entscheidung erst ganz zum Schluss?

Die Biathlon-Fans dürfen sich jedenfalls auf einen spannenden Wettkampf freuen, der möglicherweise erst ganz zum Schluss entschieden wird. Dafür verantwortlich sind die unterschiedliche Startgruppen, in denen die besten Damen auf den Kurs gehen. So startet Titelverteidigerin Tiril Eckhoff (Norwegen) beispielsweise erst mit Startnummer 101 und damit als letzte aller Teilnehmerinnen.

Die mehrmalige Weltmeisterin Dorin-Habert eröffnet um 14.45 Uhr mit der Startnummer 1 den Wettkampf. Unmittelbar danach läuft Mäkäräinen mit der 4 und die Italienerin Dorothea Wierer mit der 6. Die weiteren Titel-Kandidatinnen starten mit deutlich höheren Nummern: Dahlmeier bekam die Nummer 64 zugelost, Soukalova die 95. "Wir gehen davon aus, dass es hintenraus wieder kühler wird. Deswegen muss man wahrscheinlich auch auf die Startgruppen gucken", hatte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig vor dem Rennen gesagt. 

Die Startnummer der Favoritinnen im Überblick

1   Marie Dorin-Habert (Frankreich

4   Kaisa Mäkäräinen (Finnland)     

6   Dorothea Wierer (Italien)       

36  Darja Domratschewa (Weißrussland)                  

39  Maren Hammerschmidt             

59  Vanessa Hinz                    

61  Franziska Hildebrand            

64  Laura Dahlmeier                 

95  Nadine Horchler                 

96  Gabriela Koukalowa (Tschechien) 

98  Irina Starych (Russland)        

101 Tiril Eckhoff (Norwegen)

Biathlon-WM: Der Sprint in Zahlen und Fakten

Der Sprint wurde 1974 als zweite Einzeldisziplin nach dem Einzel in das Programm von Biathlon-Weltmeisterschaften aufgenommen. Erster Titelträger war der Finne Juhani Suutarinen, bei den Damen schaffte das 1984 Werena Tschernichowa aus Russland. Erste deutsche Champions waren Frank Ullrich (DDR/1978) und Petra Behle (geb. Schaaf/1988). Letztmals holten Arnd Peiffer 2011 und Magdalena Neuner 2012 für Deutschland Sprint-Gold. Bei der vergangenen WM in Oslo gewann Laura Dahlmeier Bronze, Arnd Peiffer lief als bester Deutscher auf Rang sieben direkt gefolgt von Simon Schempp.

Der Sprint ist der kürzeste und damit schnellste Wettbewerb. Die Damen müssen 7,5, die Männer zehn Kilometer laufen. Gestartet wird in Abständen von 30 Sekunden. Zweimal wird geschossen, erst liegend, dann stehend. Jeder Fehler wird mit einer Strafrunde von 150 Metern geahndet. Laufstarke Athleten sind im Vorteil, da sie die rund 23 Sekunden dauernde Strafrunde kompensieren können. Der Zeitschnellste gewinnt.

Weltmeister 2016: Martin Fourcade (Norwegen) und Tiril Eckhoff (Norwegen)

Olympiasieger 2014: Ole Einar Bjørndalen (Norwegen) und Anastasija Kuzmina (Slowakei)

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mod mit DPA

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