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Eishockey Berlin schlägt Wolfsburg - Hannover mit elfter Heimniederlage in Folge

Nach zwei Pleiten haben sich die Eisbären Berlin mit einem Prestigesieg eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Mannheim und Nürnberg setzte sich der amtierende Meister gegen den Vizemeister mit 6:5 durch.

Die Eisbären Berlin hatten nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge auch noch das Problem, ohne zehn Stammspieler auskommen zu müssen. Gegen Wolfsburg gelang den Hauptstädtern trotzdem ein knapper Sieg. Die Haie festigten mit ihrem 3:2-Sieg in Hannover einen Preplayoffrang und schoben sich auf Platz 7 vor.

Dabei sprachen vor der Partie alle Vorzeichen gegen die Gastgeber aus Berlin, der auf zahllose Stammkräfte verzichten mussten. So fehlten neben dem gesperrten Sven Felski die verletzten Denis Pederson, Dominik Bielke, André Rankel, Mads Christensen, Tyson Mulock Constantin Braun sowie Stefan Ustorf und Julian Talbot. Auf Wolfsburger Seite waren Tyler Haskins, Stephen Werner und Blake Sloan nicht dabei. 

Berliner Feuer im Mitteldrittel

Die zahlreichen Ausfälle waren dem Meister jedoch kaum anzumerken, der einen glänzenden Start erwischte und durch einen Doppelschlag in der fünften Spielminute früh den Grundstein für den Erfolg legte. Zunächst hatte Barry Tallackson auf Vorarbeit von Darin Olver in Überzahl die Führung erzielt, nur neun Sekunden später musste Daniar Dshunussow erneut hinter sich greifen. T.J. Mulock hatte Vincent Schlenker im Slot mustergültig bedient, der so zu seinem zweiten DEL-Treffer kam.

Turbulent begann der zweite Spielabschnitt. Zunächst hatte David Laliberté (23.) in Überzahl für die Gäste verkürzen können. Der schnellen Antwort durch Olver (25.), ebenfalls in Überzahl, folgte ein Eigentor von Henry Haase, der einen Abpraller von Kevin Nastiuk, der heute bei Berlin zwischen den Pfosten stand, an seinem eigenen Goalie unglücklich vorbeibugsierte. Der Rest des Drittels gehörte dann aber den Berliner, die durch Daniel Weiß (29.), Laurin Braun (33.) in Unterzahl und erneut Olver (38.) mit einer soliden 6:3-Führung in die zweite Pause gingen.

Im Schlussdrittel war den Eisbären der Kräfteverschleiß anzumerken. Und davon profitierte schließlich auch Wolfsburg, das durch zwei weitere Tore von Laliberté (49./57.), beide in Überzahl, noch einmal bis auf einen Treffer herankam. Aber am Ende retteten die Berliner den Sieg über die Zeit.

Hannover zu Hause weiter eine Machtnix

In der zeitgleich stattfindenden Partie zwischen Hannover und Köln setzten sich die Haie mit 3:2 durch. Drei Mal waren die Rheinländer in dieser Saison Hannover bereits unterlegen, im vierten Anlauf gelang endlich der erste Erfolg. Durch die Niederlage bauten die Scorpions ihre schwarze Heimserie auf elf Niederlagen in Folge aus. Hannover ist dieser Pleite drauf und dran, einen 16 Jahre alten DEL-Rekord zu brechen. In der Saison 1995/96 hatten die Füchse Weißwasser zwölf Matches am Stück in eigener Halle nicht gewonnen.

Aber es hatte eigentlich ganz gut für die Niedersachsen begonnen, die nach einem Break durch Gerrit Fauser (17.) kurz vor Ende des ersten Drittels in Führung gehen konnten. Im zweiten Drittel war Hannover lange Zeit spielbestimmend, ohne die Führung weiter ausbauen zu können. Erst gegen Ende des Drittels kamen die Haie wieder besser in die Partie.

Köln dreht das Spiel im Schlussabschnitt

Diesen Schwung konnten die Gäste mit ins Schlussdrittel nehmen und die Partie schließlich kippen. Zunächst erzielte Alex Weiß (41.) kurz nach Wiederbeginn den Ausgleichstreffer. Und als Marcel Ohmann (47.) kurz darauf nachlegte, war die Partie gedreht. Zwar konnte Jeff Hoggan (48.) unmittelbar ausgleichen. Doch nach dem Treffer von Felix Schütz (49.) konnte Hannover nicht erneut antworten.

In der Tabelle baute Spitzenreiter Berlin seinen Vorsprung auf die Adler ausMannheim wieder auf drei Punkte aus. Hannover bleibt das Schlusslicht der DEL, während die Haie durch den Sieg Iserlohn vom siebten Rang verdrängen konnten.

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